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DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX langfristige Perspektiven hervorragend


18.07.07 17:06
Conrad Hinrich Donner Bank

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der DAX ist immer für eine Überraschung gut, berichten die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank.

Obwohl die Analysten zu Jahresbeginn mit einem DAX-Ziel von 8.000 Punkten unter den Banken die höchste Prognose für das Jahr 2007 abgegeben hätten, seien auch die Analysten - im positiven Sinne - überrascht worden: Das Ziel sei wesentlich schneller, bereits nach sechs Monaten erreicht und sogar überboten worden. Es stelle sich daher die Frage, wie es an den Aktienmärkten und insbesondere mit dem DAX weitergehe.

Um die aktuelle Situation richtig einzuschätzen, sollte vor allem ein Blick auf die langfristigen Perspektiven gerichtet werden. Diese würden sich vorrangig durch das fundamentale Umfeld für den deutschen Aktienmarkt definieren. Man befinde sich in Europa erst in der Mitte des Konjunkturzyklus, der aktuell durch das Anspringen der Binnennachfrage eine weitere Unterstützung erhalte. Die kommenden zwei Jahre dürften daher eine Fortsetzung des - für europäische Verhältnisse recht dynamischen - Wirtschaftswachstums bringen.

Gerade die deutschen Blue-Chips aus dem DAX würden hier doppelt profitieren. Die stark international ausgerichteten Unternehmen würden nun neben ihrem global ausgerichteten Geschäft auch von der Binnenkonjunktur partizipieren. Dies treibe die Unternehmensgewinne, die auch in den kommenden Jahren zweistellig wachsen könnten. Da der deutsche Aktienmarkt nicht überbewertet sei, sondern im Gegenteil noch immer eine Unterbewertung von über 30 Prozent aufweise, hätten die Aktienkurse der DAX-Unternehmen längerfristig noch ein großes Potenzial. Ein fünfstelliges DAX-Niveau auf Sicht der kommenden 18 bis 24 Monate sei somit durchaus realistisch.

Am Rentenmarkt seien die Zinsen in den zurückliegenden Monaten deutlich gestiegen. Eine 10-jährige Bundesanleihe bringe inzwischen eine Rendite von knapp 4,70 Prozent. Da die Gewinnrenditen der Aktien aber oberhalb von 7 Prozent liegen würden, würden festverzinsliche Anlagen noch keine Alternative für den langfristigen Investor darstellen. Zudem - auch hier der langfristige Blick - sei es nur eine Frage der Zeit, bis der Zinsanstieg zu Ende gehe. In den USA werde der nächste Zinsschritt der Notenbank nach unten gehen und dies könnte sich in 2008 - angesichts der abnehmenden Inflationsgefahren in einer globalisierten Welt - auch für die EZB andeuten.

Hinzu komme in 2008 ein Sonderfaktor für die deutschen Aktien. Würden bis zum Jahresende 2008 noch Aktientitel erworben, so würden diese Wertpapiere unbegrenzt der alten Steuergesetzgebung unterliegen. Das heiße, würden Aktien länger als 12 Monate gehalten, so seien die Kursgewinne steuerfrei. Dies werde in 2008 zu einem Aufbau von strategischen Aktienpositionen führen und eine Sondernachfrage nach Aktien erzeugen. Gleichzeitig nehme die Bereitschaft ab, sich von Dividendentiteln zu trennen.

Trotz dieser langfristig sehr positiven Aussichten ein Blick auf die kurz- bis mittelfristige Entwicklung des DAX - dieser befinde sich unmittelbar vor den historischen Höchstständen aus dem Jahr 2000. Damals hätten sehr viele Anleger Aktien erworben. Nach sieben Jahren würden diese nun ihre Einstandskurse wiedersehen.

Vor dem Hintergrund dieser schlechten Erfahrung bestehe eine große Bereitschaft, die Aktienpositionen nun ohne nennenswerten Verlust abzubauen. Deshalb befinde sich der DAX in einer Konsolidierungsphase, die einige Wochen, vielleicht auch wenige Monate zwischen 7.500 und 8.100 Punkten verlaufen dürfte. Das Rückschlagspotenzial betrage somit keine 10 Prozent. Deshalb sollten sich die Anleger auch auf die langfristigen Perspektiven konzentrieren, die hervorragend seien. (Ausgabe 3. Quartal 2007) (18.07.2007/ac/a/m)





 
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