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Sa, 18. April 2026, 12:26 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX freundlich


10.08.00 00:00
LB Schleswig-Holstein

Der deutsche Aktienmarkt habe sich in der Berichtswoche in freundlicher Verfassung präsentiert. Angetrieben von sehr guten Vorgaben aus den USA seien es zum einen wieder einmal die Technolgiewerte gewesen, die dem DAX Auftrieb verliehen hätten.

Aber auch die Automobilwerte seien wohl aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht zu sein. Nachdem zuvor bereits die BMW-Aktie mit einer guten Performance geglänzt hätte, habe nun auch Daimler-Chrysler und VW nachgezogen.

Am Dienstag habe die Deutsche Börse AG zudem ihre Entscheidung zur Neuzusammensetzung der Indizes bekannt gegeben. Im Vorfelde seien als sichere DAX-Abstiegskandidaten Adidas-Salomon und KarstadtQuelle, sowie als Aufstiegskandidaten unter anderem die MLP Vz. gehandelt worden.

Um so mehr habe die Nachricht überrascht, dass umfassende Änderungen lediglich im MDAX, SDAX und Nemax50 vorgenommen würden. Die Zusammenstellung des DAX werde hingegen nicht geändert. Von ihrem Verbleib in der "1. Liga" hätten dementsprechend auch die Wackelkandidaten profitiert.

Ferner habe die Deutsche Börse angekündigt, erst zum Juni 2002 die gesamte Indexfamilie analog zum Eurostoxx nach dem Free-Float-System zu gewichten. Die Gewichtung werde auf die frei an der Börse handelbaren Aktien abgestellt. Der Aufschub der Neuregelung habe vor allem den Titeln Auftrieb gegeben, die bei dieser Regelung eine Heruntergewichtung erleiden würden.

Hierzu zählten unter anderem die Aktien von Infineon und der Deutschen Telekom. Der Kursverlauf der Deutschen Telekom werde darüber hinaus von der Versteigerung der UMTS-Lizenzen beeinflusst.

Als zu Beginn der Auktion aufgrund der schwachen Auktionsergebnisse in den Niederlanden das Erreichen der von Finanzminister Eichel veranschlagten 20 Mrd. DM angezweifelt worden seien, lägen die aktuellen Gebote nun deutlich über dieser Marke. Es würden sich mittlerweile die Stimmen mehren, die vor übertriebenen Geboten warnen würden.

Neben den Kosten für den Erwerb der Lizenzen würden für die Betreiber auch die Investitionen in den Aufbau der Netze anfallen.

Da das Gebotsverfahren eine Mindesterhöhungsrate von 10% vorsehe, komme bei dem aktuell hohen Bietungsniveau immer mehr Dynamik in die Runden. Ein Ende der Auktion werde nicht vor Mitte nächster Woche erwartet.

Sollten sich die Befürchtungen bestätigen und überhöhte Gebote abgegeben werden, so könne kurzfristig Druck auf den Titeln der Auktionsgewinner lasten. Die Käufer der UMTS-Lizenzen würden sich jedoch langfristig eine Vormachtstellung auf dem deutschen Mobilfunkmarkt mit der Aussicht auf entsprechend hohe Gewinne in der Zukunft sichern.





 
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