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Fr, 17. April 2026, 16:28 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX bricht aus Abwärtstrend aus


05.09.03 13:59
Frankfurter Sparkasse

Die Aufwärtsbewegung im Deutschen Aktienmarkt hat sich in den letzten Tagen unvermindert fortgesetzt, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Mit 3.669 Punkten im DAX sei ein neuer Jahreshöchststand erreicht worden. Dabei sei auch der charttechnische Ausbruch über den seit März 2000 intakten Abwärtstrend gelungen, was zusätzlich als kurstreibendes Signal zu werten sei. Auffällig sei besonders, dass dieser Kursaufschwung ziemlich breit angelegt sei und fast alle Branchen ihren Beitrag hierzu liefern würden.

Auch international habe sich die vermehrte Zuversicht der Investoren durchgesetzt. So hätten die führenden europäischen Aktienindizes CAC 40 oder SMI wie auch die maßgeblichen amerikanischen Indizes Dow Jones, Nasdaq und S&P ebenfalls neue Jahreshöchststände erreichen können. Der im historischen Kontext sonst ziemlich schwierige Börsenmonat September scheine damit erst einmal etwas an Schrecken verloren zu haben.

Ursächlich für die verstärkten Aktieninvestments sei vor allem der zunehmende Konjunkturoptimismus der Investoren. Hier hätten die aktuellen Zahlen des verbesserten Einkaufsmanagerindexes für die Dienstleistungsbranche in der Euro-Zone wie auch das Beige Book der amerikanischen Notenbank FED darauf hingedeutet, dass das Wirtschaftswachstum weltweit an Fahrt gewinne. Überdies würden vermehrt Umschichtungen vom Rentenmarkt in die Aktienmärkte stattfinden, was die Dividendentitel zusätzlich stütze.

Als weiteres stabilisierendes Element erweise sich gerade für europäische Indizes der sich wieder stärker zeigende Dollar zum Euro wie auch das sich allmählich zurückbildende hohe Ölpreisniveau. Aufgrund der intakten Aufwärtstrends in den Aktienmärkten biete sich weiteres Kurspotenzial. Allerdings lasse die überkaufte Lage der Aktienmärkte wie auch die bisher gezeigte gute Performance eine größere Konsolidierungsphase immer wahrscheinlicher werden. Ob sich daraus aber wirklich eine deutliche Korrektur ergebe, bleibe unklar.

Bezogen auf Deutschland deute der bisher nur verhaltene Absatz von Aktienfonds eher auf anhaltende Skepsis der Anleger hin, und somit eine relative Unterinvestiertheit. Zudem würden weiterhin klare Fakten fehlen, wie robust das wirtschaftliche Wachstum tatsächlich einsetze, beispielsweise bei der Kapazitätsauslastung und der Industrieproduktion.

Außerdem bleibe die Entwicklung des wichtigen Arbeitsmarktes wie auch das für das BIP maßgebliche Ausgabeverhalten der Verbraucher von großen Unsicherheiten belastet. Angesichts dieser Imponderabilien sollte der Investor Neuengagements weiterhin zurückstellen und das Hauptaugenmerk auf die Sicherung seiner Positionen mittels nachgezogener Stop-Loss-Limit legen.





 
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