DAX Kursziel 4.500 Punkte
25.08.04 14:36
Conrad Hinrich Donner Bank
Die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank sehen für den DAX das Kursziel bei 4.500 Punkten.
Bis zu den Anschlägen in Spanien am 11. März habe sich an den bedeutenden Aktienmärkten eine vielversprechende Kursentwicklung für 2004 abgezeichnet. Unterstützt von guten Unternehmensdaten und Konjunkturausblicken hätten die Aktienkurse aufwärts gestrebt. Danach hätten die führenden Indices im Großen und Ganzen in eine Seitwärtsbewegung eingestrebt. Positive Daten und Nachrichten seien von Terrorängsten, steigenden Ölpreisnotierungen, Sorgen um Chinas Wachstum und Zinserhöhungsängsten kompensiert worden.
Aktuell scheinen die Märkte nur noch von Terrorängsten und dem steigenden Ölpreis getrieben zu werden, so die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank. Die mehrheitlich positiven Q2-Ergebnisse von Unternehmensseite würden hingegen ignoriert. Per Saldo habe der DAX in der Folge jetzt rund 5% an Wert seit Jahresbeginn eingebüsst, womit er sich in guter Gesellschaft mit dem EURO STOXX 50 oder Dow Jones Industrial (auf USD-Basis) befinde.
Da die Entwicklung des Ölpreises z. Zt. stark die Aktienmarkttendenz beeinflusse, dürfte sich ein Rückgang des Ölpreises nach Ansicht der Investmentbanker positiv auf dem Parkett niederschlagen. Aber auch ungeachtet eines Ölpreisrückgangs erscheine der DAX derzeit günstig bewertet. Erstaunlicherweise würden die derzeitigen Gewinnschätzungen eine ungebrochene Aufwärtstendenz zeigen, obwohl zu erwarten wäre, dass sich die negativen Einflüsse der Verteuerung des "Schwarzen Goldes" bereits in den Schätzungen der Analysten widerspiegeln würde.
Gegenüber der letzten Änderung vor zwei Wochen seien die für 2005 erwarteten Konsensgewinne (I/B/E/S) der DAX-Unternehmen um 1,3% auf 320,93 Euro erhöht. Dies bedeute gleichzeitig, dass im kommenden Jahr eine Gewinnsteigerung von 22% gegenüber den derzeitigen Schätzungen für das laufende Jahr in Höhe von 262,83 Euro prognostiziert werde.
Auf Basis der Gewinnschätzungen für 2005 weise der DAX aktuell ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 12 auf. Dies entspreche dem Niveau, welches nach den Terroranschlägen im März diesen Jahres und nach dem 11. September erreicht worden sei. Niedrigere KGVs habe der DAX zuvor in den 80er und zu Beginn der 90er Jahre aufgewiesen. Auf Basis des Jahresendziels der Analysten von 4.500 Punkten würde der DAX ein KGV von rund 14 aufweisen, welches unter dem 5- und 15-Jahresdurchschnitt notieren würde.
Auch das FED-Modell zeige eine deutliche Unterbewertung des DAX im Vergleich zur Anlagealternative 10-jähriger Staatsanleihen an. Das Niveau der Fehlbewertung habe mit 50% auch hier das Niveau nach den Terroranschlägen in Madrid erreicht. Auch bei aller Kritik verdeutliche das FED-Modell die Skepsis, die derzeit bei den deutschen Aktien eingepreist werde. Zweifellos dürften die Gewinnschätzungen bei anhaltend hohem Ölpreis überzogen sein.
Lege man einen Abschlag von 25% bei den Gewinnschätzungen auf 240,70 Euro zugrunde und damit einen Gewinnrückgang gegenüber 2004, errechne sich auf Basis einer unterstellten Rendite von 5,25% ein faires DAX-Niveau von rund 4.500 Punkten. Dabei sei zu berücksichtigen, dass bei einer Verschlechterung der fundamentalen Rahmendaten ein Renditeanstieg - wie unterstellt - nicht zu erwarten sei.
Insgesamt halten die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank ihr Kursziel von 4.500 Punkten im DAX aufrecht. Ob dieses Ziel noch bis zum Jahresultimo erreicht werde, hänge dabei davon ab, wann die derzeitige "Blase" beim Ölpreis platze.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Bis zu den Anschlägen in Spanien am 11. März habe sich an den bedeutenden Aktienmärkten eine vielversprechende Kursentwicklung für 2004 abgezeichnet. Unterstützt von guten Unternehmensdaten und Konjunkturausblicken hätten die Aktienkurse aufwärts gestrebt. Danach hätten die führenden Indices im Großen und Ganzen in eine Seitwärtsbewegung eingestrebt. Positive Daten und Nachrichten seien von Terrorängsten, steigenden Ölpreisnotierungen, Sorgen um Chinas Wachstum und Zinserhöhungsängsten kompensiert worden.
Aktuell scheinen die Märkte nur noch von Terrorängsten und dem steigenden Ölpreis getrieben zu werden, so die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank. Die mehrheitlich positiven Q2-Ergebnisse von Unternehmensseite würden hingegen ignoriert. Per Saldo habe der DAX in der Folge jetzt rund 5% an Wert seit Jahresbeginn eingebüsst, womit er sich in guter Gesellschaft mit dem EURO STOXX 50 oder Dow Jones Industrial (auf USD-Basis) befinde.
Da die Entwicklung des Ölpreises z. Zt. stark die Aktienmarkttendenz beeinflusse, dürfte sich ein Rückgang des Ölpreises nach Ansicht der Investmentbanker positiv auf dem Parkett niederschlagen. Aber auch ungeachtet eines Ölpreisrückgangs erscheine der DAX derzeit günstig bewertet. Erstaunlicherweise würden die derzeitigen Gewinnschätzungen eine ungebrochene Aufwärtstendenz zeigen, obwohl zu erwarten wäre, dass sich die negativen Einflüsse der Verteuerung des "Schwarzen Goldes" bereits in den Schätzungen der Analysten widerspiegeln würde.
Auf Basis der Gewinnschätzungen für 2005 weise der DAX aktuell ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 12 auf. Dies entspreche dem Niveau, welches nach den Terroranschlägen im März diesen Jahres und nach dem 11. September erreicht worden sei. Niedrigere KGVs habe der DAX zuvor in den 80er und zu Beginn der 90er Jahre aufgewiesen. Auf Basis des Jahresendziels der Analysten von 4.500 Punkten würde der DAX ein KGV von rund 14 aufweisen, welches unter dem 5- und 15-Jahresdurchschnitt notieren würde.
Auch das FED-Modell zeige eine deutliche Unterbewertung des DAX im Vergleich zur Anlagealternative 10-jähriger Staatsanleihen an. Das Niveau der Fehlbewertung habe mit 50% auch hier das Niveau nach den Terroranschlägen in Madrid erreicht. Auch bei aller Kritik verdeutliche das FED-Modell die Skepsis, die derzeit bei den deutschen Aktien eingepreist werde. Zweifellos dürften die Gewinnschätzungen bei anhaltend hohem Ölpreis überzogen sein.
Lege man einen Abschlag von 25% bei den Gewinnschätzungen auf 240,70 Euro zugrunde und damit einen Gewinnrückgang gegenüber 2004, errechne sich auf Basis einer unterstellten Rendite von 5,25% ein faires DAX-Niveau von rund 4.500 Punkten. Dabei sei zu berücksichtigen, dass bei einer Verschlechterung der fundamentalen Rahmendaten ein Renditeanstieg - wie unterstellt - nicht zu erwarten sei.
Insgesamt halten die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank ihr Kursziel von 4.500 Punkten im DAX aufrecht. Ob dieses Ziel noch bis zum Jahresultimo erreicht werde, hänge dabei davon ab, wann die derzeitige "Blase" beim Ölpreis platze.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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