DAX mit Aufholjagd
01.11.00 00:00
LB Schleswig-Holstein
Genauso schnell wie die Börsen in den vergangenen Wochen abwärts gerauscht seien, starteten sie nun ihre Aufholjagd, so die Experten der Landesbank Schleswig-Holstein.
Trotz vieler skeptischer Stimmen, die vor einer leichten Abkühlung der Konjunktur und damit einer verhaltenen Entwicklung der Aktienmärkte warnten, stürmten vor allem die als "old economy" verschrieenen Titel nach oben. Offenbar befänden sich viele Investoren auf dem aktuellen Niveau auf Schnäppchenjagd. Die zuletzt angesammelten Cash-Bestände würden nun in nach traditionellen Bewertungsmethoden günstigen Titeln angelegt. Die Angst vor neuen Gewinnwarnungen und Enttäuschungen scheine nach der Vorlage der meisten Neun-Monats-Zahlen der DAX-Werte gewichen zu sein.
Zu den Gewinnern der letzten Woche hätten dabei die deutschen Automobilbauer gezählt. Vor allem Volkswagen und die nach den jüngsten Zahlen zunächst unter die 50 Euro-Marke gerutschten DaimlerChrysler seien nachgefragt worden. Aber auch der Versorger E.ON und die Chemie-Werte Bayer, BASF und Degussa hätten deutliche Gewinne verbuchen können. Während letztere zu den Gewinnern des starken Dollars gehörten, baue man bei den Automobilwerten auf eine Erholung der in diesem Jahr schleppenden europäischen Automobilkonjunktur.
Noch nicht richtig in Tritt gekommen seien dagegen die Technologiewerte. Mäßige Ergebnisse der Deutschen Telekom sowie die schlechten Zahlen von Nortel und Worldcom in den USA hätten weiter für hohe Nervosität in diesem Segment gesorgt. Inzwischen hätten jedoch viele der Technologieaktien Bewertungsniveaus erreicht, die eine leichte Abschwächung der Umsatzdynamik im nächsten Jahr mehr als vorweggenommen hätten. Vor diesem Hintergrund stellen die Analysten der Landesbank Schleswig-Holstein auf der Seite zwei die Applied Materials vor, einen Ausrüster der Halbleiter Industrie, bei dem sich eine gute Kaufgelegenheit ergebe.
Der Neue Markt habe es in den vergangenen Tagen nicht geschafft, mit der Entwicklung im DAX Schritt zu halten. Der Grund dafür liege neben der allgemeinen Technologieschwäche auch in der schwachen Performance der Index-Schwergewichte. Während Intershop nach der Bekanntgabe überraschend schwacher Quartalszahlen einen Einbruch habe hinnehmen müssen, schwebe über dem ehemaligen Anlegerliebling EM.TV immer noch das Damoklesschwert des Bilanzfehlers in den Halbjahreszahlen. Hier sei es nötig, das Vertrauen der Anleger mit den nächsten Zahlen zurückzugewinnen. Das wohl endgültige Aus sei in dieser Woche für den von Zahlungsschwierigkeiten geplagten Internet-Provider Gigabell gekommen. Das finnische Unternehmen Jippii habe für rund 5 Mio. EUR wesentliche Teile des operativen Geschäfts gekauft. Für Gigabell gebe es demnach kaum noch Hoffnung auf Wiederbelebung, das Konkursverfahren werde wahrscheinlich noch im November eröffnet.
Trotz vieler skeptischer Stimmen, die vor einer leichten Abkühlung der Konjunktur und damit einer verhaltenen Entwicklung der Aktienmärkte warnten, stürmten vor allem die als "old economy" verschrieenen Titel nach oben. Offenbar befänden sich viele Investoren auf dem aktuellen Niveau auf Schnäppchenjagd. Die zuletzt angesammelten Cash-Bestände würden nun in nach traditionellen Bewertungsmethoden günstigen Titeln angelegt. Die Angst vor neuen Gewinnwarnungen und Enttäuschungen scheine nach der Vorlage der meisten Neun-Monats-Zahlen der DAX-Werte gewichen zu sein.
Noch nicht richtig in Tritt gekommen seien dagegen die Technologiewerte. Mäßige Ergebnisse der Deutschen Telekom sowie die schlechten Zahlen von Nortel und Worldcom in den USA hätten weiter für hohe Nervosität in diesem Segment gesorgt. Inzwischen hätten jedoch viele der Technologieaktien Bewertungsniveaus erreicht, die eine leichte Abschwächung der Umsatzdynamik im nächsten Jahr mehr als vorweggenommen hätten. Vor diesem Hintergrund stellen die Analysten der Landesbank Schleswig-Holstein auf der Seite zwei die Applied Materials vor, einen Ausrüster der Halbleiter Industrie, bei dem sich eine gute Kaufgelegenheit ergebe.
Der Neue Markt habe es in den vergangenen Tagen nicht geschafft, mit der Entwicklung im DAX Schritt zu halten. Der Grund dafür liege neben der allgemeinen Technologieschwäche auch in der schwachen Performance der Index-Schwergewichte. Während Intershop nach der Bekanntgabe überraschend schwacher Quartalszahlen einen Einbruch habe hinnehmen müssen, schwebe über dem ehemaligen Anlegerliebling EM.TV immer noch das Damoklesschwert des Bilanzfehlers in den Halbjahreszahlen. Hier sei es nötig, das Vertrauen der Anleger mit den nächsten Zahlen zurückzugewinnen. Das wohl endgültige Aus sei in dieser Woche für den von Zahlungsschwierigkeiten geplagten Internet-Provider Gigabell gekommen. Das finnische Unternehmen Jippii habe für rund 5 Mio. EUR wesentliche Teile des operativen Geschäfts gekauft. Für Gigabell gebe es demnach kaum noch Hoffnung auf Wiederbelebung, das Konkursverfahren werde wahrscheinlich noch im November eröffnet.
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