Clariant kaufen
12.05.05 11:37
Sparkasse Essen
Die Analysten der Sparkasse Essen sprechen eine Kaufempfehlung für die Clariant-Aktie aus.
Nach enttäuschend aufgenommenen Geschäftszahlen des 1. Quartals 2005 sei es zu einem Kurseinbruch in der Aktie gekommen. Enttäuscht habe die Börsianer vor allem, dass der Nettogewinn nur dank Einmaleffekten habe gesteigert werden können, operativ aber deutlich weniger verdient worden sei und auch die angekündigten Restrukturierungserfolge nur begrenzt sichtbar geworden seien.
Clariant sei ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Spezialchemie. Seit dem Höchststand im Jahr 1998 habe die Aktie auf Grund der starken Verschuldung zeitweise rund 90% ihres Kurswertes verloren. Die Aktie stelle für die Analysten eine reinrassige Restrukturierungsstory dar. Die Investmentstory bestehe dabei aus einem gezielten Schuldenabbau, einer Portfoliobereinigung und Kosteneinsparungen. Durch die Abgabe von bis zu 20% des Umsatzes solle die Kapital- und Umsatzrentabilität des Konzerns deutlich gesteigert werden.
Allerdings habe Clariant die Marktteilnehmer im 1. Quartal 2005 enttäuscht. So sei der Nettogewinn zwar dank Einmaleffekte um 18% auf 72 Mio. CHF gestiegen, allerdings sei der Umsatz um 3% gegenüber dem 1. Quartal 2004 und der operative Gewinn sogar um 29% gesunken. Zu den Effekten hätten geringer ausgefallene Restrukturierungskosten, überraschende Währungsgewinne sowie eine rückläufige Steuerquote gehört. Beim Umsatz hätten die durchgesetzten Preissteigerungen jedoch nicht den Absatzrückgang kompensieren können.
Clariant habe aber das Gesamtjahresziel sowie das Ziel von Kosteneinsparungen in einer Größenordnung von 300 Mio. CHF bestätigt. Im 1. Quartal seien davon bislang jedoch erst 50 Mio. CHF realisiert worden.
Die Bewertung von Clariant sei nach dem Kursrutsch wieder attraktiv. Nach einer Berechnung der WestLB-Analysten liege die Bewertung von Clariant beim Verhältnis Enterprise Value/EBITDA 2005 (Unternehmenswert / Gewinn vor Steuern und Abschreibungen) bei 4,4x gegenüber 5,9x im Chemiesektor. Damit erscheine Clariant im Branchenvergleich deutlich unterbewertet.
Inzwischen gebe es bei der Clariant-Aktie bereits eine kleine technische Gegenbewegung. Ob der Boden schon definitiv gefunden sei, sei noch fraglich - für spekulative Investoren sei Clariant aber wieder interessant. Einen Fuß sollte man auf jeden Fall in die Tür setzen. Es hätten zwar viele Analysten ihre Meinung kurzfristig abwärts revidiert und Clariant müsse wahrscheinlich erst einmal bessere Quartale zeigen, um neues Anlegervertrauen zu gewinnen, die Analysten würden aber auf einen neuen Anlauf in der Restrukturierungsstory setzen.
Deshalb empfehlen die Analysten der Sparkasse Essen die Clariant-Aktie zum Kauf, weisen aber auf das erhöhte Kursrisiko hin.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Nach enttäuschend aufgenommenen Geschäftszahlen des 1. Quartals 2005 sei es zu einem Kurseinbruch in der Aktie gekommen. Enttäuscht habe die Börsianer vor allem, dass der Nettogewinn nur dank Einmaleffekten habe gesteigert werden können, operativ aber deutlich weniger verdient worden sei und auch die angekündigten Restrukturierungserfolge nur begrenzt sichtbar geworden seien.
Clariant sei ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Spezialchemie. Seit dem Höchststand im Jahr 1998 habe die Aktie auf Grund der starken Verschuldung zeitweise rund 90% ihres Kurswertes verloren. Die Aktie stelle für die Analysten eine reinrassige Restrukturierungsstory dar. Die Investmentstory bestehe dabei aus einem gezielten Schuldenabbau, einer Portfoliobereinigung und Kosteneinsparungen. Durch die Abgabe von bis zu 20% des Umsatzes solle die Kapital- und Umsatzrentabilität des Konzerns deutlich gesteigert werden.
Allerdings habe Clariant die Marktteilnehmer im 1. Quartal 2005 enttäuscht. So sei der Nettogewinn zwar dank Einmaleffekte um 18% auf 72 Mio. CHF gestiegen, allerdings sei der Umsatz um 3% gegenüber dem 1. Quartal 2004 und der operative Gewinn sogar um 29% gesunken. Zu den Effekten hätten geringer ausgefallene Restrukturierungskosten, überraschende Währungsgewinne sowie eine rückläufige Steuerquote gehört. Beim Umsatz hätten die durchgesetzten Preissteigerungen jedoch nicht den Absatzrückgang kompensieren können.
Die Bewertung von Clariant sei nach dem Kursrutsch wieder attraktiv. Nach einer Berechnung der WestLB-Analysten liege die Bewertung von Clariant beim Verhältnis Enterprise Value/EBITDA 2005 (Unternehmenswert / Gewinn vor Steuern und Abschreibungen) bei 4,4x gegenüber 5,9x im Chemiesektor. Damit erscheine Clariant im Branchenvergleich deutlich unterbewertet.
Inzwischen gebe es bei der Clariant-Aktie bereits eine kleine technische Gegenbewegung. Ob der Boden schon definitiv gefunden sei, sei noch fraglich - für spekulative Investoren sei Clariant aber wieder interessant. Einen Fuß sollte man auf jeden Fall in die Tür setzen. Es hätten zwar viele Analysten ihre Meinung kurzfristig abwärts revidiert und Clariant müsse wahrscheinlich erst einmal bessere Quartale zeigen, um neues Anlegervertrauen zu gewinnen, die Analysten würden aber auf einen neuen Anlauf in der Restrukturierungsstory setzen.
Deshalb empfehlen die Analysten der Sparkasse Essen die Clariant-Aktie zum Kauf, weisen aber auf das erhöhte Kursrisiko hin.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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