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Cenit AG

WKN: 540710 / ISIN: DE0005407100

CENIT kaufen


16.03.07 17:00
Falkenbrief

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von GBC Research, Philipp Leipold und Christoph Schnabel, raten im aktuellen "Falkenbrief" zum Kauf der Aktie von CENIT.

CENIT habe auch im Jahr 2006 an die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre anknüpfen und ein gutes Ergebnis vorweisen können. Die Umsatzerlöse hätten im Geschäftsjahr 2006 gegenüber dem Vorjahr deutlich um rund 11% von 74,3 Mio. Euro auf 82,2 Mio. Euro gesteigert werden können.

Bei Umsatzerlösen von 2,6 Mio. Euro, was einer Umsatzsteigerung von über 100% entspreche, habe das Betriebsergebnis bei 1,1 Mio. Euro gelegen. Die erzielte Marge von über 40% zeige die Profitabilität des Geschäfts. Aufgrund der hohen Skalierbarkeit der Software und der Tatsache, dass FileNet hier den Vertrieb für CENIT übernehme, sei von weiteren Margenverbesserungen in den nächsten Jahren auszugehen.

Die Rohertragsmarge im Konzern habe im Vergleich zum Jahr 2005 von 70,0% auf 71,9% gesteigert werden können. Die Erhöhung lasse sich hauptsächlich durch die erfreuliche Entwicklung der hochprofitablen Schweizer Tochter erklären. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe in 2006 von 10,2 Mio. Euro auf 11,2 Mio. Euro zugelegt.

Die Abschreibungen würden mit rund 1 Mio. Euro bei CENIT im Vergleich zu anderen Softwareunternehmen sehr niedrig ausfallen, da auf eine Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungskosten seit jeher verzichtet worden sei. Zum 30.9.2006 hätten lediglich immaterielle Vermögenswerte von 0,24 Mio. Euro in der Bilanz gestanden. Diese konservative Bilanzierungspraxis gefalle den Analysten gut. Das operative Ergebnis (EBIT) habe in 2006 10,3 Mio. Euro betragen (Vorjahr 9,4 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von 12,5% entspreche.

Das operative Ergebnis sei noch besser ausgefallen, hätten nicht diverse Faktoren das Ergebnis in 2006 belastet. Ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte habe in 2006 zu Aufwendungen von rund 0,42 Mio. Euro geführt. In 2007 sollten zwar im ersten Halbjahr noch weitere Kosten hierdurch entstehen, jedoch würden sich diese auf nur noch 0,2 Mio. Euro belaufen.

Zudem sei in 2006 im Hardwaregeschäft ein Verlust von ca. 0,2 bis 0,3 Mio. Euro angefallen. In der Zwischenzeit seien aber Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet sowie Rahmenverträge mit neuen Distributoren abgeschlossen worden, so dass das Geschäft mit Hardware in 2007 neutral durch die Gewinn- und Verlustrechnung laufen sollte und das Ergebnis nicht weiter belasten werde.

Das Finanzergebnis sei trotz liquider Mittel von gut 20 Mio. Euro leicht negativ ausgefallen. Die Ursache hierfür liege in einer steueroptimierenden, jedoch nicht renditeorientierten Anlage der Zahlungsmittel. Die Analysten würden allerdings davon ausgehen, dass sich dieser Umstand im laufenden Jahr nicht wiederholen sollte. Vielmehr sollte ein Zinsertrag von mindestens einer halben Mio. Euro erzielt werden. Die liquiden Mittel von annähernd 20 Mio. Euro seien konservativ in niedrig verzinste und jederzeit liquidierbare Geldmarktfonds angelegt.

Die Steuerquote habe in 2006 aufgrund eines einmaligen positiven Steuereffekts bei nur 23% gelegen. Es sei jedoch zu erwarten, dass die Steuerquote in den nächsten Jahren wieder höher ausfallen werde.

Die Verlustvorträge aus der Vergangenheit seien in der Zwischenzeit alle aufgebraucht. Aufgrund der niedrigeren Steuersätze in der Schweiz und den USA sollte sich die Steuerlast jedoch nachhaltig auf moderatem Niveau um die 30% bewegen.

Das erzielte Ergebnis pro Aktie habe sich im Jahr 2006 auf 1,00 Euro belaufen (Vorjahr 0,81 Euro). Basierend auf dem aktuellen Kurs von 12,30 Euro entspreche dies einem moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis 2006 von 12,5. Des Weiteren habe der Vorstand bereits angekündigt, für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 0,50 Euro an die Aktionäre auszuschütten. Dies entspreche einer ansehnlichen Dividendenrendite von 4%.

Die CENIT habe eine sehr gute Marktpositionierung in den Wachstumsmärkten PLM und ECM. Hier würden Marktforscher jährliche Wachstumsraten von bis zu 10% erwarten. Mit den Marktführern SAP und Dassault Systemes würden enge Kooperationen bestehen. Zudem solle das margenträchtige Geschäft mit eigener Software bis 2010 überproportional auf 30% des Umsatzes ausgebaut werden. In 2006 habe dieser Anteil bei 14% gelegen. In diesem Zusammenhang sei insbesondere die eigene Softwarelösung "FileNet System Monitor" zu nennen.

Die Analysten würden dieses Ziel für realistisch halten. Zudem plane die Gesellschaft den Mitarbeiterstamm in 2007 um 10% auf dann über 600 zu erhöhen. Dies alles seien Indizien, die die Analysten für das laufende Jahr 2007 und darüber hinaus zuversichtlich für die Entwicklung der CENIT stimmen würden.

Im laufenden Geschäftsjahr würden die Analysten einen Umsatzanstieg um knapp 10% auf 90,0 Mio. Euro erwarten. Das EBITDA würden die Analysten bei 12,8 Mio. Euro sehen, was dann einer Steigerung der EBITDA-Marge von 13,6% in 2006 auf 14,2% in 2007 entspreche. Das EPS für 2007 würden die Analysten auf 1,03 Euro schätzen. Das KGV auf Basis 2007 liege bei etwas über 12. Hier sei jedoch unberücksichtigt, dass die Gesellschaft noch über liquide Mittel von rund 2,40 Euro pro Aktie verfüge. Im Rahmen ihre DCF-Modells würden die Analysten einen fairen Wert für die Aktie der CENIT AG von 17,31 Euro ermitteln, was einem Potenzial von rund 40% entspreche.

Die Analysten von GBC Research empfehlen den Anlegern die Aktie der CENIT daher im aktuellen "Falkenbrief" zum Kauf. Zum Einstieg würden die Analysten empfehlen, Kurse unter 13,00 Euro zu nutzen. Zur Absicherung sollte man einen Stopp bei 9,30 Euro platzieren. Das Kursziel werde bei 17,31 Euro gesehen. (16.03.2007/ac/a/nw)





 
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