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Fr, 17. April 2026, 13:58 Uhr

Bund-Future im Minus


06.04.04 10:18
WGZ-Bank

Nach den scharfen Verlusten vom Freitag notierte der Bund-Future gestern Vormittag leicht im Plus, um am Nachmittag, belastet vom US-Einkaufsmanagerindex, wieder ins Minus zu drehen, so die Analysten der WGZ-Bank.

Die kürzeren und mittleren Laufzeiten, repräsentiert durch den Schatz- und Bobl-Future, hätten sich dagegen noch im positiven Bereich halten können. In Folge der günstigen US-Daten sei der Euro erstmals seit Anfang Dezember wieder zeitweise unter die Marke von 1,20 USD gesunken.

In den USA sei der seit 1997 erhobene Einkaufsmanagerindex für die Unternehmen außerhalb des Verarbeitenden Gewerbes knapp auf ein neues historisches Hoch von 65,8 Punkten gestiegen. Er liege damit seit Sommer letzten Jahres in einer Spanne von 58 - 65 Punkten und zeige damit eine Fortsetzung der kräftigen Expansion an. Die Teilkomponente für die bezahlten Preise steche dabei durch einen besonders kräftigen Anstieg (65,7 nach 57,3 Punkten) hervor, was auch schon bei dem Teilindex für das Verarbeitende Gewerbe festzustellen gewesen sei (86,0). Hier deute sich über die Inputpreise ein steigender Preisdruck an. Heute stünden keine wichtigen Konjunkturdaten in den USA an.

Die deutschen Arbeitsmarktzahlen für den März dürften erneut eher schwach ausgefallen sein. Nachdem bereits im letzten Herbst die Arbeitsmarktreformen für einen leichten Rückgang der Arbeitslosenzahl gesorgt hätten, sei die Zahl Anfang des Jahres aufgrund einer neuen Abgrenzung deutlicher zurückgegangen. Im Februar habe die Zahl der Arbeitslosen aber bereits wieder angezogen und auch im März sollte sie noch weiter gestiegen sein. Bei der Zahl der Beschäftigten, die mit 2-monatiger Verzögerung veröffentlicht werde, würden auch im Januar weitere Einbußen drohen. Anders als in den USA sei der Arbeitsmarkt in Deutschland aber ein Spätindikator für die konjunkturelle Entwicklung, so dass hier erst im weiteren Jahresverlauf eine Entspannung zu erwarten sei.

Von den Konjunkturdaten seien heute keine größeren Impulse für die Bondmärkte zu erwarten. Nachdem der Bund-Future heute leicht im Plus eröffnet habe, sei daher im weiteren Tagesverlauf eine Seitwärtsbewegung wahrscheinlich. Am frühen Abend könne eine Rede des FED-Gouverneurs von St. Louis zu Inflationssignalen Beachtung finden.





 
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