Börsen die Rückkehr eines Hype
09.01.04 08:58
Sparkasse Essen
Die Weltbörsen haben sich im Jahre 2003 drastisch erholt, so die Analysten der Sparkasse Essen.
Erholt von einem kompletten Ausverkauf, der gerade im ersten Quartal des Jahres seinen Höhepunkt erreicht habe. Die Eskalation des Irak-Krieges habe die Aktienmärkte im März auf neue Tiefststände geführt. So habe etwa der deutsche Aktienindex DAX Mitte März bei etwa 2.200 Indexpunkten notiert. Das habe binnen dreier Jahre einen Kursrückgang von rund 6.000 Punkten bedeutet, was einem Verlust von über 70% Prozent entspreche. Alle wesentlichen Indizes der Aktienmärkte weltweit hätten im März ihren Tiefststand markiert, mit Ausnahme des japanischen Nikkei-Index, der im Mai seinen Boden gefunden habe.
Das alte Börsen-Bonmot "Kaufe, wenn die Kanonen donnern, verkaufe, wenn die Schalmaien säuseln" habe in den Börsensälen der Welt die Runde gemacht, als die Bomben über Bagdad gefallen seien. Das Damokles-Schwert eines drohenden Konfliktes sei gefallen. Die Aktien weltweit hätten ihren Wendepunkt markiert. Am Ende des Jahres stünden eindrucksvolle Performance-Werte, gemessen an der Indexentwicklung.
Die exzellente Performance der Aktienmärkte habe zwei zentrale Ursachen gehabt. Wenn es stimme, dass Liquidität und Stimmung den Trend der Märkte maßgeblich bestimmen würden, dann sei es erneut Alan Greenspan gewesen, der den Aktienmärkten eine Vitaminkur verordnet habe. Seine geäußerten Deflationssorgen hätten die Geldmarkt- und Kapitalmarktzinsen im Sommer auf ein historisches Tief getrieben. In diesem Anlagenotstand sei es zur Wiederentdeckung einer fast vergessenen Vermögensklasse gekommen, der Aktie. Als die Deflationssorgen sich weltweit im Sommer verflüchtigt hätten und sich konjunkturelle Erholungstendenzen vor allem in den USA verfestigt hätten, sei das Comeback nicht mehr aufzuhalten gewesen.
Die Aktienmärkte hätten die Trendwende in der Anlegerpsychologie aber auch bei den markttechnisch so wichtigen Indikatoren geschafft. Der Durchbruch der 200-Tage-Linie bei allen Aktienindizes der entwickelten Volkswirtschaften habe die Zuversicht unterstrichen. Der Abwärtstrend sei durchbrochen worden und das habe Kaufsignale bedeutet. Private und institutionelle Anleger hätten handeln müssen. Der Aktienaufschwung sei selbsttragend geworden.
Der Aufschwung mit Angst an den Börsen bedeute aber auch, dass sich Erinnerungslücken bei manchem Anleger offenbart hätten. Die Performance der Techbörsen Nasdaq oder auch TecDAX - der Neue Markt sei im Sommer sang- und klanglos beerdigt worden - gebe vielen Analysten bereits wieder Anlass zur Sorge. Amerikas Wunderwerte wie eBay, Yahoo! oder auch Amazon.com würden wieder Bewertungsniveaus wie einst im Hype der Jahres 2000 erreichen. Die Analysten würden somit zur Vorsicht raten.
Erholt von einem kompletten Ausverkauf, der gerade im ersten Quartal des Jahres seinen Höhepunkt erreicht habe. Die Eskalation des Irak-Krieges habe die Aktienmärkte im März auf neue Tiefststände geführt. So habe etwa der deutsche Aktienindex DAX Mitte März bei etwa 2.200 Indexpunkten notiert. Das habe binnen dreier Jahre einen Kursrückgang von rund 6.000 Punkten bedeutet, was einem Verlust von über 70% Prozent entspreche. Alle wesentlichen Indizes der Aktienmärkte weltweit hätten im März ihren Tiefststand markiert, mit Ausnahme des japanischen Nikkei-Index, der im Mai seinen Boden gefunden habe.
Die exzellente Performance der Aktienmärkte habe zwei zentrale Ursachen gehabt. Wenn es stimme, dass Liquidität und Stimmung den Trend der Märkte maßgeblich bestimmen würden, dann sei es erneut Alan Greenspan gewesen, der den Aktienmärkten eine Vitaminkur verordnet habe. Seine geäußerten Deflationssorgen hätten die Geldmarkt- und Kapitalmarktzinsen im Sommer auf ein historisches Tief getrieben. In diesem Anlagenotstand sei es zur Wiederentdeckung einer fast vergessenen Vermögensklasse gekommen, der Aktie. Als die Deflationssorgen sich weltweit im Sommer verflüchtigt hätten und sich konjunkturelle Erholungstendenzen vor allem in den USA verfestigt hätten, sei das Comeback nicht mehr aufzuhalten gewesen.
Die Aktienmärkte hätten die Trendwende in der Anlegerpsychologie aber auch bei den markttechnisch so wichtigen Indikatoren geschafft. Der Durchbruch der 200-Tage-Linie bei allen Aktienindizes der entwickelten Volkswirtschaften habe die Zuversicht unterstrichen. Der Abwärtstrend sei durchbrochen worden und das habe Kaufsignale bedeutet. Private und institutionelle Anleger hätten handeln müssen. Der Aktienaufschwung sei selbsttragend geworden.
Der Aufschwung mit Angst an den Börsen bedeute aber auch, dass sich Erinnerungslücken bei manchem Anleger offenbart hätten. Die Performance der Techbörsen Nasdaq oder auch TecDAX - der Neue Markt sei im Sommer sang- und klanglos beerdigt worden - gebe vielen Analysten bereits wieder Anlass zur Sorge. Amerikas Wunderwerte wie eBay, Yahoo! oder auch Amazon.com würden wieder Bewertungsniveaus wie einst im Hype der Jahres 2000 erreichen. Die Analysten würden somit zur Vorsicht raten.
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