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So, 19. April 2026, 6:18 Uhr

Bayer AG

WKN: BAY001 / ISIN: DE000BAY0017

Bayer verkaufen


28.11.01 16:27
Kreissparkasse Pinneberg

Die Analysten der Kreissparkasse Pinneberg raten bei der Aktie von Bayer (WKN 575200) zum Verkauf.

Im laufenden Geschäftsjahr kämpfe Bayer mit diversen Problemen: Die Rücknahme Lipobays, drei Gewinnwarnungen, die Neuausrichtung des Konzerns und Produktionsschwierigkeiten. Einen erheblichen finanziellen Schaden und großen Imageverlust habe Bayer durch die Rücknahme Lipobays verzeichnet. Das Medikament, einer der Hoffnungsträger Bayers, habe durchaus Potential gehabt, Blockbusterstatus (Umsatz jährlich größer 1 Mrd. USD) zu erreichen. Der Cholesterinsenker habe in Kombination mit einem anderen Wirkstoff zu unerwünschten Nebenwirkungen geführt. Offiziell habe Bayer in diesem Zusammenhang 1.100 Zwischenfälle bestätigt.

Eine verstärkte Nachfrage nach dem Medikament Ciprobay habe Bayer durch die Milzbrand-Terror-anschläge in den USA verzeichnet. Der Konzern stelle das einzige von der US-Regierung offiziell zugelassene Medikament zur Bekämpfung Milzbrands her. Der dadurch erzielte Mehrerlös werde dennoch nicht den Verlust rund um Lipobay ausgleichen können: Die US-Regierung habe mit Bayer einen Kaufpreis ausgehandelt, der weit unter dem Marktpreis liege.

Verstärkt habe sich Bayer in diesem Jahr mit der Akquisition Crop Sciences, der Pflanzenschutzsparte Aventis. Mit dieser Übernahme steige der Konzern zu einem der größten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln auf. Mit 7,25 Mrd. Euro Kaufpreis (inkl. 2 Mrd. Euro Verbindlichkeiten) liege der Preis im Rahmen der Erwartungen. Im dritten Quartal habe Bayer einen starken Ergebnisrückgang hinnehmen müssen. Das operative Ergebnis vor Sonderposten habe sich im dritten Quartal von 711 Mio. auf 66 Mio. Euro verringert. Die Rücknahme Lipobays belaste den Umsatz mit einem Ausfall von ca. 0,4 Mrd. Euro.

Durch die Akquisition Crops Sciences baue sich Bayer ein neues, starkes Standbein auf. Dies sei positiv, da das ursprüngliche Standbein, die Pharmasparte, durch die Rücknahme Lipobays erheblich geschwächt worden sei. Trotz neuer Medikamente (z.B. Vardenafil, Konkurrenzprodukt zu Viagra) werde die Pharmasparte auf globaler Ebene eine untergeordnete Rolle spielen. Der Konzern kämpfe mit diversen Problemen in der Pharmasparte und sei übermäßig stark von der stagnierenden Wirtschaftsentwicklung getroffen.

Die Analysten der Kreissparkasse Pinneberg behalten daher ihr Rating "Verkaufen" bei.





 
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