Bankbranche neutral
29.09.05 13:25
Sparkasse KölnBonn
In den vergangenen Quartalen profitierten die Banken von einem deutlichen Rückgang der Risikovorsorge, die inzwischen ein historisch niedriges Niveau erreicht hat, berichten die Analysten der Sparkasse KölnBonn.
Da sich in Kontinentaleuropa die Kreditqualität gemessen an dem Anteil leistungsgestörter Darlehen am Gesamtbestand zuletzt verbessert habe, würden die Analysten der Sparkasse KölnBonn hier kurzfristig mit keinem stärkeren Anstieg der Risikovorsorge rechnen. In Großbritannien habe sich die Kreditqualität im Konsumentenkreditgeschäft in den vergangenen Monaten hingegen infolge einer hohen Verschuldung der Verbraucher spürbar verschlechtert, so dass hier mit einem Anstieg der Rückstellungen für faule Kredite zu rechnen sei.
Zwecks Bereinigung des Kreditportfolios und Entlastung des Eigenkapitals gewinne der Verkauf von Problemkrediten an meist internationale Finanzinvestoren (häufig spezialisierte US-Fonds) zunehmend an Bedeutung. Der Markt für die Vermögensverwaltung Vermögender, das so genannte Wealth Management, sei ein lukrativer Wachstumsmarkt. Marktbeobachter würden langfristig ein jährliches Wachstum in dieser Sparte von rund 5% erwarten.
Die Übernahme der HypoVereinsbank durch UniCredito habe branchenweit für Aufsehen gesorgt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es zu weiteren grenzüberschreitenden Übernahmen und damit zu einer weiteren Konsolidierung der Branche komme. Die Analysten der Sparkasse KölnBonn würden davon ausgehen, dass die Konsolidierung von Banken mit hoher Ertragskraft und hoher Marktkapitalisierung vorangetrieben werde, während vor allem kleinere und mittlere Banken zu den Übernahmekandidaten zählen würden. Angesichts einer bereits fortgeschrittenen Konsolidierung innerhalb der meisten nationalen Märkte, dürften nationale Zusammenschlüsse größerer börsennotierter Wettbewerber am Widerstand der Wettbewerbsbehörden scheitern. Deshalb seien zunehmend auch grenzüberschreitende Transaktionen zu erwarten.
Im Mengengeschäft verschärfe sich der Wettbewerb durch Direktbanken und Nischenanbieter, die mit schlanker Kostenstruktur und niedrigen Preisen Marktanteile von den traditionellen Filialbanken gewinnen wollten. Zu den strategischen Erfolgsfaktoren im Bankgeschäft würden die Konzentration auf Kernkompetenzen und Kernprodukte, effektive Bearbeitungsprozesse, ein gutes Risikomanagement und das Management der Kundenbeziehungen zählen. Eine hohe Servicequalität sei Grundlage für eine hohe Cross-Selling-Quote. Im Hinblick auf die Erzielung von Skaleneffekten sei die Erreichung einer kritischen Größe in den jeweiligen Märkten eine grundlegende Voraussetzung. Zwecks Kostensenkung würden Randbereiche wie die Informationstechnologie von Banken verstärkt ausgegliedert oder mit den entsprechenden Bereichen anderer Banken zusammengelegt.
Nach einer starken Ergebnisdynamik im vergangenen Jahr habe die Branche im laufenden Jahr ein gemäßigteres Wachstumstempo eingelegt. Nachdem im Vorjahr noch spürbare positive Ergebniseffekte von einer rückläufigen Risikovorsorge ausgegangen seien, dürfte dieser Effekt in diesem Jahr angesichts eines bereits historisch außerordentlich niedrigen Niveaus der Risikovorsorge auslaufen. Angesichts fehlender konjunktureller Impulse sei auf der Einnahmenseite im Retail- und Firmenkundengeschäft nur mit einem vergleichsweise geringen Wachstum zu rechnen.
Positive Effekte dürften von dem Aufschwung an den Aktienmärkten ausgehen, der sich insbesondere auf die Provisionserträge im Asset Management auswirke. Indirekt komme der Aktienmarktaufschwung auch dem Investmentbanking zugute, da sich das Aktienemissions- und M&A-Geschäft infolge der Aktienmarkt-Hausse spürbar belebe. Auf der Kostenseite sei mit einer anhaltend hohen Disziplin der Banken zu rechnen. Mit einem KGV von 11,2 (2006e) sei die Branche nach wie vor moderat bewertet. Mit Blick auf die vergleichsweise moderate Ergebnisdynamik würden die Analysten der Sparkasse KölnBonn empfehlen, die Branche neutral zu gewichten.
Da sich in Kontinentaleuropa die Kreditqualität gemessen an dem Anteil leistungsgestörter Darlehen am Gesamtbestand zuletzt verbessert habe, würden die Analysten der Sparkasse KölnBonn hier kurzfristig mit keinem stärkeren Anstieg der Risikovorsorge rechnen. In Großbritannien habe sich die Kreditqualität im Konsumentenkreditgeschäft in den vergangenen Monaten hingegen infolge einer hohen Verschuldung der Verbraucher spürbar verschlechtert, so dass hier mit einem Anstieg der Rückstellungen für faule Kredite zu rechnen sei.
Zwecks Bereinigung des Kreditportfolios und Entlastung des Eigenkapitals gewinne der Verkauf von Problemkrediten an meist internationale Finanzinvestoren (häufig spezialisierte US-Fonds) zunehmend an Bedeutung. Der Markt für die Vermögensverwaltung Vermögender, das so genannte Wealth Management, sei ein lukrativer Wachstumsmarkt. Marktbeobachter würden langfristig ein jährliches Wachstum in dieser Sparte von rund 5% erwarten.
Im Mengengeschäft verschärfe sich der Wettbewerb durch Direktbanken und Nischenanbieter, die mit schlanker Kostenstruktur und niedrigen Preisen Marktanteile von den traditionellen Filialbanken gewinnen wollten. Zu den strategischen Erfolgsfaktoren im Bankgeschäft würden die Konzentration auf Kernkompetenzen und Kernprodukte, effektive Bearbeitungsprozesse, ein gutes Risikomanagement und das Management der Kundenbeziehungen zählen. Eine hohe Servicequalität sei Grundlage für eine hohe Cross-Selling-Quote. Im Hinblick auf die Erzielung von Skaleneffekten sei die Erreichung einer kritischen Größe in den jeweiligen Märkten eine grundlegende Voraussetzung. Zwecks Kostensenkung würden Randbereiche wie die Informationstechnologie von Banken verstärkt ausgegliedert oder mit den entsprechenden Bereichen anderer Banken zusammengelegt.
Nach einer starken Ergebnisdynamik im vergangenen Jahr habe die Branche im laufenden Jahr ein gemäßigteres Wachstumstempo eingelegt. Nachdem im Vorjahr noch spürbare positive Ergebniseffekte von einer rückläufigen Risikovorsorge ausgegangen seien, dürfte dieser Effekt in diesem Jahr angesichts eines bereits historisch außerordentlich niedrigen Niveaus der Risikovorsorge auslaufen. Angesichts fehlender konjunktureller Impulse sei auf der Einnahmenseite im Retail- und Firmenkundengeschäft nur mit einem vergleichsweise geringen Wachstum zu rechnen.
Positive Effekte dürften von dem Aufschwung an den Aktienmärkten ausgehen, der sich insbesondere auf die Provisionserträge im Asset Management auswirke. Indirekt komme der Aktienmarktaufschwung auch dem Investmentbanking zugute, da sich das Aktienemissions- und M&A-Geschäft infolge der Aktienmarkt-Hausse spürbar belebe. Auf der Kostenseite sei mit einer anhaltend hohen Disziplin der Banken zu rechnen. Mit einem KGV von 11,2 (2006e) sei die Branche nach wie vor moderat bewertet. Mit Blick auf die vergleichsweise moderate Ergebnisdynamik würden die Analysten der Sparkasse KölnBonn empfehlen, die Branche neutral zu gewichten.
