Aventis reduzieren
09.02.04 11:51
WGZ-Bank
Die Analysten der WGZ- Bank belassen ihre Einstufung der Aventis-Aktie unverändert auf "reduzieren".
Einige der großen institutionellen Investoren von Aventis würden in diversen Zeitungen mit Aussagen zitiert, wonach sie bei einem aufgestockten Übernahmeangebot in Höhe von 70 bis 75 Euro je Aktie zu einem Verkauf ihrer Anteile bereit wären. Dies würde einem Aufschlag zum alten Angebot (60,43 Euro je Aktie oder rund 48 Mrd. Euro) von 16% bis 24% entsprechen. Insgesamt wäre es tendenziell immer noch am unteren Rand der bei solchen Übernahmen üblicherweise gezahlten Prämien von 30-50%.
Für Sanofi-Synthélabo würde dies jedoch einen um 7,7 bzw. 11,5 Mrd. Euro höheren Finanzierungsaufwand entsprechen. Die Analysten würden dieses Projekt in dieser Größenordnung für risikoreich halten - nicht nur für Sanofi, sondern auch für die BNP Paribas, die als Hauptkreditgeber des Unternehmens eine Schlüsselrolle einnehmen würde. Bisher sei insgesamt ein Baranteil von rund 12 Mrd. Euro vorgesehen gewesen.
Die Analysten der WGZ-Bank stellen sich derzeit zwei Szenarien vor:
1) Sanofi biete tatsächlich die von einigen Institutionellen - und vor allem vom Großaktionär, Kuweit Petroleum Corporation (KPC) -geforderten rund 75 Euro je Aktie. Der Druck auf die Sanofi-Aktie dürfte dann entsprechend groß ausfallen, demgegenüber dürfte die Aventis-Aktie - entgegen ihren bisherigen Einschätzung - ein weiteres Potenzial von rund 20% besitzen. Das Sanofi-Management dürfte bei der Präsentation der 2003er Zahlen am 16. Februar versuchen, einen bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen, um den eigenen Kurs so zu unterstützen.
2) Aventis gelinge eine erfolgreiche Verteidigung und/oder Sanofi sei nicht bereit, den geforderten Preis zu zahlen. In diesem Falle würde das Management von Sanofi stark unter Druck geraten und das Unternehmen wäre in dieser Situation selbst mehr als anfällig für eine Übernahme. Der Sanofi-Kurs würde nach Erachten der Analysten in diesem Falle stark steigen, während die Aventis-Aktie Einbußen zu verkraften hätte.
Die Analysten würden gegenwärtig das erste Szenario noch nicht für realistisch halten und empfehlen, vorhandene Kursgewinne in den nächsten Tagen mitzunehmen. Lediglich Investoren, die von einer Aufstockung überzeugt seien, sollten die Aventis-Aktie vorerst weiter halten bzw. der Spekulation sogar aktiv folgen.
Die Empfehlung der Analysten der WGZ-Bank lautet somit für die Aventis-Aktie weiterhin "reduzieren".
Einige der großen institutionellen Investoren von Aventis würden in diversen Zeitungen mit Aussagen zitiert, wonach sie bei einem aufgestockten Übernahmeangebot in Höhe von 70 bis 75 Euro je Aktie zu einem Verkauf ihrer Anteile bereit wären. Dies würde einem Aufschlag zum alten Angebot (60,43 Euro je Aktie oder rund 48 Mrd. Euro) von 16% bis 24% entsprechen. Insgesamt wäre es tendenziell immer noch am unteren Rand der bei solchen Übernahmen üblicherweise gezahlten Prämien von 30-50%.
Für Sanofi-Synthélabo würde dies jedoch einen um 7,7 bzw. 11,5 Mrd. Euro höheren Finanzierungsaufwand entsprechen. Die Analysten würden dieses Projekt in dieser Größenordnung für risikoreich halten - nicht nur für Sanofi, sondern auch für die BNP Paribas, die als Hauptkreditgeber des Unternehmens eine Schlüsselrolle einnehmen würde. Bisher sei insgesamt ein Baranteil von rund 12 Mrd. Euro vorgesehen gewesen.
1) Sanofi biete tatsächlich die von einigen Institutionellen - und vor allem vom Großaktionär, Kuweit Petroleum Corporation (KPC) -geforderten rund 75 Euro je Aktie. Der Druck auf die Sanofi-Aktie dürfte dann entsprechend groß ausfallen, demgegenüber dürfte die Aventis-Aktie - entgegen ihren bisherigen Einschätzung - ein weiteres Potenzial von rund 20% besitzen. Das Sanofi-Management dürfte bei der Präsentation der 2003er Zahlen am 16. Februar versuchen, einen bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen, um den eigenen Kurs so zu unterstützen.
2) Aventis gelinge eine erfolgreiche Verteidigung und/oder Sanofi sei nicht bereit, den geforderten Preis zu zahlen. In diesem Falle würde das Management von Sanofi stark unter Druck geraten und das Unternehmen wäre in dieser Situation selbst mehr als anfällig für eine Übernahme. Der Sanofi-Kurs würde nach Erachten der Analysten in diesem Falle stark steigen, während die Aventis-Aktie Einbußen zu verkraften hätte.
Die Analysten würden gegenwärtig das erste Szenario noch nicht für realistisch halten und empfehlen, vorhandene Kursgewinne in den nächsten Tagen mitzunehmen. Lediglich Investoren, die von einer Aufstockung überzeugt seien, sollten die Aventis-Aktie vorerst weiter halten bzw. der Spekulation sogar aktiv folgen.
Die Empfehlung der Analysten der WGZ-Bank lautet somit für die Aventis-Aktie weiterhin "reduzieren".
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