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Sa, 18. April 2026, 3:13 Uhr

Anleihekurse mit kleinem Dämpfer


23.05.03 15:01
Frankfurter Sparkasse

US-Notenbankchef Alan Greenspan hat die Hoffnung aufrechterhalten, dass die US-Konjunktur in den kommenden Monaten anziehen könnte, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Dadurch hätten die Anleihekurse einen kleinen Dämpfer erhalten. Aber die Attraktivität von Zinstiteln sei nach wie vor gegeben, denn der FED-Vorsitzende habe gleichzeitig die Handlungsbereitschaft der Zentralbank hinsichtlich möglicher Deflationsgefahren bekräftigt. Insbesondere habe er darauf hingewiesen, dass die FED noch zahlreiche Möglichkeiten zum Herunterschleusen der US-Zinsen zur Verfügung gestanden hätten. Die Äußerungen würden summa summarum dahingehend interpretiert, dass eine Zinssenkung in den USA denkbar sei, aber noch nicht auf der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses Ende Juni anstehe.

Bezüglich einer Leitzinssenkung durch die EZB sei zu vermerken, dass die Wahrscheinlichkeit dafür gestiegen sei. Die Lebenshaltungskosten in Italiens Metropolen seien rückläufig, und nach Bekanntgabe der hessischen Verbraucherpreise, die eine Jahresteuerung von 0,6 Prozent aufweisen würden, sei anzunehmen, dass die Inflation für Deutschland im Mai unter der 1,0-Prozent-Marke liegen dürfe. Für den gesamten Euro-Raum sei damit eine Teuerung unterhalb von 2,0 Prozent wahrscheinlich. Eine Senkung der europäischen Leitzinsen um 0,50 Prozentpunkte auf der Ratssitzung am 5. Juni sei durchaus realistisch, überwiegend würden aber 0,25 Prozentpunkte erwartet. Vor diesem Hintergrund würden Anleihen vorerst attraktiv bleiben.

Bei den kürzeren Laufzeiten könne sich noch eine Chance durch einen größeren Zinsschritt ergeben. Generell dürfte sich nach der Beendigung der kriegerischen Handlung im Irak das allgemeine Vertrauensniveau weiter anheben, so dass vermehrt riskantere Zinstitel ins Portefeuille genommen werden dürften und sich der Spread gegenüber Staatsanleihen von Unternehmensanleihen, aber auch Pfandbriefen, in den nächsten Wochen wieder einengen könne. Angesichts der historisch geringen Spreads sei aber auf die Qualität der Emittenten zu achten und breit zu diversifizieren, so dass ein Fondsengagement empfehlenswert sei.



 
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