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Sa, 18. April 2026, 6:01 Uhr

Allianz SE

WKN: 840400 / ISIN: DE0008404005

Allianz reduzieren


17.12.02 16:49
Falkenbrief

Die Experten von "Falkenbrief" bewerten die Allianz-Aktie (WKN 840400) mit "reduzieren".

Die Allianz Group gehöre zu den weltweit führenden Anbietern integrierter Finanzdienstleistungen mit den Schwerpunkten Versicherungen, Banking und Vermögensverwaltung. Im Juli 2001 sei die Übernahme der Dresdner Bank erfolgreich abgeschlossen worden. Allianz und Dreba sollten ein einzigartiges Vertriebs- und Vermarktungsmodell für Vorsorge- und Vermögensaufbauprodukte etablieren. Mit rund 1.200 Mrd. Euro verwalteten Vermögensanlagen sei die Allianz eine der größten Vermögensverwalter der Welt. Die Allianz sei im Versicherungsgeschäft in Deutschland Marktführer und im Ausland in über 70 Ländern präsent.

Im Jahr 2001 habe die Allianz insgesamt Beitragseinnahmen von ca. 74,2 Mrd. Euro erzielt. Als Ausdruck des verstärkten internationalen Engagements werde die Allianz seit dem 03.11.2001 an der New York Stock Exchange notiert. Die Allianz Group habe für die ersten neun Monate 2002 eher desaströse Ergebniszahlen vermelden müssen. Das EBITA habe demnach bei -164 Mio. Euro gegenüber 3,3 Mrd. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum gelegen. Das Nettoergebnis habe bei -924 Mio. gegenüber 1,32 Mrd. Euro in 2001 gelegen. Der Umsatz sei jedoch um satte 17,6% auf knapp 80 Mrd. Euro gestiegen. Die schlechten Ergebniszahlen seien auf verschiedenste Faktoren zurückzuführen.

So seien im 3. Quartal die Abschreibungen auf den Dreba-Goodwill um zusätzliche 315 Mio. erhöht worden. Wertpapiere seien außerplanmäßig um weitere 1,9 Mrd. auf jetzt 3,8 Mrd. Euro in 2002 abgeschrieben worden. Des weiteren seien jeweils Rückstellungen in dreistelliger Millionen-Euro Höhe sowohl für eine US-Versicherungstochter (Umwelt- und Asbesthaftung) als auch für die Hochwasserschäden in Ostdeutschland eingebucht worden. Die Dresdner-Bank mit ihrem maroden Investmentbanking belaste das Konzernergebnis mit einem weiteren Fehlbetrag von 972 Mio. Euro.

Positiv sei das Versicherungsgeschäft verlaufen. Hier hätten die Einnahmen um 11,9% auf 61,5 Mrd. Euro gesteigert werden können. Die Dresdner Bank habe trotz schlechter Ergebnisse die Verwaltungskosten immerhin um 10,7% senken können. In den Bilanzen der Allianz schlummere ein enormer Goodwillbetrag, der auch zukünftig die Ergebnisse des Konzerns noch belasten dürfte. So liege der Nettobuchwert je Aktie lediglich bei 28,2 Euro. Mit Goodwill betrage er etwa 85 Euro je Aktie. Das Kurs-Umsatz- Verhältnis belaufe sich auf ca. 0,23 bei einem geschätzten Jahresumsatz von 108 Mrd. Euro in 2002.

Da die Ergebnisentwicklung für 2003 von zu vielen Unsicherheitsfaktoren, wie z.B. Kapitalmarktentwicklung, Naturkatastrophen und einem möglichen Krieg im Irak und darauf folgenden Terroranschlägen abhängt, dieses Jahr aber ein negatives Ergebnis je Aktie fast sicher scheint und der aktuelle Kurs weit über dem Netto- und Bruttobuchwert liegt, vergeben die Experten von "Falkenbrief" derzeitig das Rating "reduzieren".





 
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