Aktienmarkt hoffnungsvoll
05.10.01 09:25
LB Schleswig-Holstein
Die Kursgewinne der letzten Woche wecken neue Hoffnung an den deutschen Aktienmärkten, so die Analysten der Landesbank Schleswig-Holstein.
Zunächst hätten die besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten in den USA und das angekündigte Konjunkturpaket von Präsident Bush für Kurszuwächse sorgen können. Bush habe den Kongress aufgefordert, das von der US-Regierung in Folge der Anschläge in den USA geplante Programm rasch umzusetzen. Zur guten Stimmung am Parkett habe auch die Bestätigung der Finanzprognosen von Cisco beigetragen. Der weltgrößte Netzwerkausrüster sei nach den Worten seines Chefs Chambers mit den Gewinn- und Umsatzschätzungen der Analysten von durchschnittlich zwei Cents je Aktie für das erste Quartal 2001/2002 zufrieden.
Die Gewinne bei den Technologieaktien hätten vor allem den Philadelphia Semiconductor Index rund 9,6 Prozent höher getrieben, wovon auch die Aktien des Chipgiganten Intel und des Softwarekonzerns Microsoft hätten profitieren können. Diese Nachrichten hätten die Sorgen um eine schwache Wirtschaft und einen Militärschlag zunächst in den Hintergrund gedrängt. Auch die Milliardenverluste von 3,6 Mrd. CAD von Nortel, die zu anderen Zeiten den Markt heruntergezogen hätten, hätten diesen nicht weiter aus dem Gleichgewicht gebracht. Fraglich sei aber, ob die Börsen diese kurzfristige Trendwende halten könnten. Da man sich im Moment fast ausschließlich am US-Aktienmarkt orientiere, seien mittelfristig anhaltend hohe Volatilitäten vorprogrammiert.
Die Unternehmen im Flugverkehr hätten weiterhin zu leiden. Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing habe im dritten Quartal weniger Flugzeuge ausgeliefert als vor den Anschlägen in den USA geplant worden sei. Der angeschlagenen Swissair sei es jetzt gelungen, dank einer Finanzspritze der Regierung nach einer zweitägigen Unterbrechung den Flugbetrieb zum Teil wieder aufnehmen zu können. Zur Zeit werde ca. ein Drittel des Netzes wieder bedient, was der Aktienmarkt mit steigenden Kursen belohnt habe. Die Krise wirke sich auch auf die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa aus, die durch Stellenstreichungen und Streckenstilllegungen das Schlimmste abzuwenden versuche. Bisher habe der Konzern nur davor gewarnt, möglicherweise in die Verlustzone zu geraten.
Konkretisiert habe inzwischen UAL Corp. ihre Zahlen. So rechne diese im dritten Quartal mit einem Verlust von 585 Mio. US-Dollar und 20.000 Stellenstreichungen. Weniger Panik gebe es unterdessen bei den Billigfliegern wie der britischen Easyjet, der irischen Ryanair oder der amerikanischen Southwest Airlines, da diese kaum Nachfragerückgänge zu verzeichnen hätten. Auch wenn es zu früh erscheine den Bärenmarkt für beendet zu erklären, würden sich dem mittelfristig orientierten Anleger hier gute Einstiegsmomente in fundamental abgesicherten und günstig bewerteten Titeln wie beispielsweise VW, DaimlerChrysler, Degussa und Thyssen-Krupp bieten. Auch der Musterdepotwert der Analysten, PfeifferVacuum, habe in den letzten Tagen deutlich zulegen können. Zur weiteren Trendbestimmung am deutschen Aktienmarkt sollte nun neben den Vorgaben aus den USA vor allem die für nächste Woche anstehende Zinsentscheidung der EZB sorgen. Hier erwarte man eine Zinssenkung um mindestens 25 Basispunkte.
Zunächst hätten die besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten in den USA und das angekündigte Konjunkturpaket von Präsident Bush für Kurszuwächse sorgen können. Bush habe den Kongress aufgefordert, das von der US-Regierung in Folge der Anschläge in den USA geplante Programm rasch umzusetzen. Zur guten Stimmung am Parkett habe auch die Bestätigung der Finanzprognosen von Cisco beigetragen. Der weltgrößte Netzwerkausrüster sei nach den Worten seines Chefs Chambers mit den Gewinn- und Umsatzschätzungen der Analysten von durchschnittlich zwei Cents je Aktie für das erste Quartal 2001/2002 zufrieden.
Die Unternehmen im Flugverkehr hätten weiterhin zu leiden. Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing habe im dritten Quartal weniger Flugzeuge ausgeliefert als vor den Anschlägen in den USA geplant worden sei. Der angeschlagenen Swissair sei es jetzt gelungen, dank einer Finanzspritze der Regierung nach einer zweitägigen Unterbrechung den Flugbetrieb zum Teil wieder aufnehmen zu können. Zur Zeit werde ca. ein Drittel des Netzes wieder bedient, was der Aktienmarkt mit steigenden Kursen belohnt habe. Die Krise wirke sich auch auf die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa aus, die durch Stellenstreichungen und Streckenstilllegungen das Schlimmste abzuwenden versuche. Bisher habe der Konzern nur davor gewarnt, möglicherweise in die Verlustzone zu geraten.
Konkretisiert habe inzwischen UAL Corp. ihre Zahlen. So rechne diese im dritten Quartal mit einem Verlust von 585 Mio. US-Dollar und 20.000 Stellenstreichungen. Weniger Panik gebe es unterdessen bei den Billigfliegern wie der britischen Easyjet, der irischen Ryanair oder der amerikanischen Southwest Airlines, da diese kaum Nachfragerückgänge zu verzeichnen hätten. Auch wenn es zu früh erscheine den Bärenmarkt für beendet zu erklären, würden sich dem mittelfristig orientierten Anleger hier gute Einstiegsmomente in fundamental abgesicherten und günstig bewerteten Titeln wie beispielsweise VW, DaimlerChrysler, Degussa und Thyssen-Krupp bieten. Auch der Musterdepotwert der Analysten, PfeifferVacuum, habe in den letzten Tagen deutlich zulegen können. Zur weiteren Trendbestimmung am deutschen Aktienmarkt sollte nun neben den Vorgaben aus den USA vor allem die für nächste Woche anstehende Zinsentscheidung der EZB sorgen. Hier erwarte man eine Zinssenkung um mindestens 25 Basispunkte.
