Aktienmärkte legten Verschnaufpause ein
13.02.12 08:54
Santander Bank
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Aktienmärkte haben nach dem fulminanten Start in das neue Jahr in dieser Woche eine Verschnaufpause eingelegt, so die Analysten der Santander Bank in ihrem aktuellen "Market Flash".
Zum einen halte Griechenland die Finanzmärkte weiterhin in Atem. Erst nach mehreren Verzögerungen habe die griechische Regierung den von der aus EU-Kommision, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank bestehenden Troika geforderten zusätzlichen Sparmaßnahmen akzeptiert. Allerdings müsse das griechische Parlament ebenfalls noch zustimmen. Zudem sei die angestrebte "freiwillige Umschuldung" mit den privaten Banken nach wie vor nicht in trockenen Tüchern.
Zum anderen seien die Unternehmensberichte nur gemischt ausgefallen. Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000) habe mit einem Rekordgewinn für 2011 geglänzt. Allerdings sei der Ausblick auf das neue Jahr von Vorsicht geprägt gewesen. Dagegen hätten mehrere Finanzwerte wie ING (ISIN NL0000303600 / WKN 881111), Credit Suisse (ISIN CH0012138530 / WKN 876800) und UBS (ISIN CH0024899483 / WKN UB0BL6) enttäuscht.
Unterschiedlich seien auch die Konjunkturdaten ausgefallen. In den USA hätten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit einem deutlichen Rückgang positiv überrascht. In Deutschland hätten die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe für Dezember 2011 stärker als erwartet zugenommen, nachdem sie zuletzt merklich nachgegeben hätten. Dagegen habe der spürbare Rückgang der Industrieproduktion und der Exporte unterstrichen, dass die Wirtschaftsaktivitäten auch im größten Land des Euroraums merklich an Schwung verloren hätten. Die Europäische Zentralbank habe auf ihrer Sitzung erwartungsgemäß das rekordtiefe Niveau der Leitzinsen von 1,00% bestätigt.
In der kommenden Woche würden die Marktteilnehmer weiterhin die Entwicklungen in Griechenland mit großer Aufmerksamkeit verfolgen. Gleichzeitig gehe die Bilanzsaison weiter. Bei der Deutschen Börse AG (ISIN DE0005810055 / WKN 581005) werde der Fokus allerdings weniger auf den Zahlen für das 4. Quartal und das Gesamtjahr 2011 liegen, die der Börsenbetreiber am Montagabend (13.02.) veröffentlichen werde; mit Spannung würden vielmehr Aussagen zur weiteren Geschäftsstrategie nach dem Platzen der angestrebten Fusion mit NYSE Euronext erwartet. Ihren Jahresabschluss würden u.a. auch MAN (ISIN DE0005937007 / WKN 593700) und ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) (14.02.), PUMA (ISIN DE0006969603 / WKN 696960) (15.02.) sowie ABB (ISIN CH0012221716 / WKN 919730), AXA (ISIN FR0000120628 / WKN 855705), Nestlé (ISIN CH0012056047 / WKN 887208) und Société Générale (ISIN FR0000130809 / WKN 873403) (16.02.) vorstellen.
Die in den USA anstehenden Konjunkturdaten dürften bestätigen, dass die größte Volkswirtschaft ihre moderate Erholung gegenwärtig fortsetze. So hätten die Einzelhandelsumsätze (14.02.) und die Industrieproduktion (15.02.) voraussichtlich erneut zugenommen. Am Wohnungsmarkt - NAHB Wohnungsmarktindex (15.02.) sowie Baubeginne und -genehmigungen (16.02.) - sollte die Stabilisierung anhalten. Die Inflationsrate auf Verbraucherpreisebene (17.02.) dürfte zu Jahresbeginn erstmals seit Anfang 2011 wieder unter 3% ge-sunken sein. Das Protokoll der amerikanischen Notenbank zu ihrer letzten Sitzung Ende Januar (15.02.) dürfte schließlich dahingehend analysiert werden, ob die FED ihre Nullzinspolitik wirklich bis mindestens Ende 2014 beibehalten werde.
Im Euroraum würden u.a. die BIP-Zahlen für das 4. Quartal (15.02.) veröffentlicht; dabei dürfte die Wirtschaftsleistung auch in Deutschland geschrumpft sein. Die ZEW-Konjunkturerwartungen (14.02.) dürften sich dagegen erneut verbessert haben. (Ausgabe vom 10.02.2012) (13.02.2012/ac/a/m)
Zum einen halte Griechenland die Finanzmärkte weiterhin in Atem. Erst nach mehreren Verzögerungen habe die griechische Regierung den von der aus EU-Kommision, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank bestehenden Troika geforderten zusätzlichen Sparmaßnahmen akzeptiert. Allerdings müsse das griechische Parlament ebenfalls noch zustimmen. Zudem sei die angestrebte "freiwillige Umschuldung" mit den privaten Banken nach wie vor nicht in trockenen Tüchern.
Zum anderen seien die Unternehmensberichte nur gemischt ausgefallen. Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000) habe mit einem Rekordgewinn für 2011 geglänzt. Allerdings sei der Ausblick auf das neue Jahr von Vorsicht geprägt gewesen. Dagegen hätten mehrere Finanzwerte wie ING (ISIN NL0000303600 / WKN 881111), Credit Suisse (ISIN CH0012138530 / WKN 876800) und UBS (ISIN CH0024899483 / WKN UB0BL6) enttäuscht.
In der kommenden Woche würden die Marktteilnehmer weiterhin die Entwicklungen in Griechenland mit großer Aufmerksamkeit verfolgen. Gleichzeitig gehe die Bilanzsaison weiter. Bei der Deutschen Börse AG (ISIN DE0005810055 / WKN 581005) werde der Fokus allerdings weniger auf den Zahlen für das 4. Quartal und das Gesamtjahr 2011 liegen, die der Börsenbetreiber am Montagabend (13.02.) veröffentlichen werde; mit Spannung würden vielmehr Aussagen zur weiteren Geschäftsstrategie nach dem Platzen der angestrebten Fusion mit NYSE Euronext erwartet. Ihren Jahresabschluss würden u.a. auch MAN (ISIN DE0005937007 / WKN 593700) und ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) (14.02.), PUMA (ISIN DE0006969603 / WKN 696960) (15.02.) sowie ABB (ISIN CH0012221716 / WKN 919730), AXA (ISIN FR0000120628 / WKN 855705), Nestlé (ISIN CH0012056047 / WKN 887208) und Société Générale (ISIN FR0000130809 / WKN 873403) (16.02.) vorstellen.
Die in den USA anstehenden Konjunkturdaten dürften bestätigen, dass die größte Volkswirtschaft ihre moderate Erholung gegenwärtig fortsetze. So hätten die Einzelhandelsumsätze (14.02.) und die Industrieproduktion (15.02.) voraussichtlich erneut zugenommen. Am Wohnungsmarkt - NAHB Wohnungsmarktindex (15.02.) sowie Baubeginne und -genehmigungen (16.02.) - sollte die Stabilisierung anhalten. Die Inflationsrate auf Verbraucherpreisebene (17.02.) dürfte zu Jahresbeginn erstmals seit Anfang 2011 wieder unter 3% ge-sunken sein. Das Protokoll der amerikanischen Notenbank zu ihrer letzten Sitzung Ende Januar (15.02.) dürfte schließlich dahingehend analysiert werden, ob die FED ihre Nullzinspolitik wirklich bis mindestens Ende 2014 beibehalten werde.
Im Euroraum würden u.a. die BIP-Zahlen für das 4. Quartal (15.02.) veröffentlicht; dabei dürfte die Wirtschaftsleistung auch in Deutschland geschrumpft sein. Die ZEW-Konjunkturerwartungen (14.02.) dürften sich dagegen erneut verbessert haben. (Ausgabe vom 10.02.2012) (13.02.2012/ac/a/m)
Werte im Artikel
19.04.26
, dpa-AFX
WOCHENAUSBLICK 2: Weitere Dax-Erholung unge [...](Aktualisierung: diverse Ereignisse vom Wochenende eingearbeitet) FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Dax -Erholung ...
19.04.26
, Börse Global
DAX: Bilanzsaison übernimmt!Iranische Öffnung der Straße von Hormus, fallende Ölpreise, steigende Kurse — der DAX schloss die Woche ...
19.04.26
, dpa-AFX
ROUNDUP 2: Wer bekommt die Entlastungsprämie? [...]BERLIN (dpa-AFX) - Viele große Unternehmen halten sich bei der neuen Entlastungsprämie für ihre ...

