Aktienmärkte Stimmung schlecht
03.03.03 15:11
Frankfurter Sparkasse
Die Stimmung an den weltweiten Aktienmärkten bleibt schlecht, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.
Dominierend sei dabei die Angst vor einem möglichen Irak-Krieg mit ihren unkalkulierbaren Folgen, die sich in den letzten Tagen wieder verstärkt habe. Diese Ungewissheit habe zur Folge, dass die Kaufbereitschaft für Aktien praktisch auf Null sinke, schließlich fehle eine vernünftige Basis als Entscheidungsgrundlage. Vielmehr werde weiterhin mit Verkäufen und Umschichtungen in den Rentenmarkt reagiert. Diese Unsicherheit dürfte auch weiter anhalten. So werde voraussichtlich am 10. März der Sicherheitsrat über eine neue Resolution abstimmen.
Wenig Hilfe auf Klarsicht biete auch die aktuelle fundamentale Situation. Die Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen hätten eine beschleunigte Talfahrt gezeigt und den niedrigsten Wert seit 1993 erreicht. Damit wachse die Sorge, dass der US-Konjunktur mit der lange Zeit stabilen Verbrauchernachfrage die letzte Stütze wegbrechen könnte. Andererseits seien die US-Neuaufträge für langlebige Güter im Januar mit +3,6% ohne Rüstung und Transport unerwartet stark angestiegen.
In Deutschland habe der Ifo-Index im Februar zum zweiten Mal in Folge eine Verbesserung gezeigt, doch werde dies noch mit Skepsis betrachtet. Zum Beispiel habe der aktuelle GfK-Konsumklima-Indikator im März eine Abschwächung zum Februar aufgewiesen und habe gezeigt, dass die Konjunkturerwartungen weiter auf Rezessionsniveau liegen würden. Vertrauenszerstörend wirke zusätzlich noch der Bilanzskandal bei Ahold, der auch in Europa nun die verstärkte Angst vor "Enronitis" aufkommen lasse.
Die Aktienmärkte hatten jedenfalls mit teilweise deutlichen Kursverlusten in den führenden Indizes reagiert. Der DAX sei sogar auf den tiefsten Stand seit 1996 gerutscht. Dabei sei auch der wichtige Unterstützungsbereich bei 2.519 Punkten unterschritten worden, womit die Hoffnung auf Bodenbildung im DAX erst einmal zerstört worden sei. Die Befürchtung einer Fortsetzung des Abwärtstrends habe sich damit deutlich verstärkt. Allerdings scheine der Aktienmarkt mit seiner bisherigen Reaktion nach unten hin zu übertreiben und ein "worst case-Szenario" einzupreisen. So liege die DAX-Bewertung für 2003 nur noch bei einem niedrigen KGV von 12.
Diverse Standardwerte, etwa aus dem Automobil- oder Versicherungsbereich, würden sogar im einstelligen Bereich notieren und zum Teil zusätzlich noch mit attraktiven Dividendenrenditen überzeugen. Zwar sei eine allgemeine Trendwende in den Aktienmärkten noch nicht zu erkennen, doch sollte sich der Investor mit einer solchen Möglichkeit schon einmal vertraut machen. Bei einer Lösung des Irakkonflikts dürfte der alles dominierende Unsicherheitsfaktor wegfallen, und eine regelrechte Eindeckungsrallye könnte starten. Längerfristig orientierte Anleger sollten die nächste Zeit zum sukzessiven Stock-picking nutzen.
Dominierend sei dabei die Angst vor einem möglichen Irak-Krieg mit ihren unkalkulierbaren Folgen, die sich in den letzten Tagen wieder verstärkt habe. Diese Ungewissheit habe zur Folge, dass die Kaufbereitschaft für Aktien praktisch auf Null sinke, schließlich fehle eine vernünftige Basis als Entscheidungsgrundlage. Vielmehr werde weiterhin mit Verkäufen und Umschichtungen in den Rentenmarkt reagiert. Diese Unsicherheit dürfte auch weiter anhalten. So werde voraussichtlich am 10. März der Sicherheitsrat über eine neue Resolution abstimmen.
In Deutschland habe der Ifo-Index im Februar zum zweiten Mal in Folge eine Verbesserung gezeigt, doch werde dies noch mit Skepsis betrachtet. Zum Beispiel habe der aktuelle GfK-Konsumklima-Indikator im März eine Abschwächung zum Februar aufgewiesen und habe gezeigt, dass die Konjunkturerwartungen weiter auf Rezessionsniveau liegen würden. Vertrauenszerstörend wirke zusätzlich noch der Bilanzskandal bei Ahold, der auch in Europa nun die verstärkte Angst vor "Enronitis" aufkommen lasse.
Die Aktienmärkte hatten jedenfalls mit teilweise deutlichen Kursverlusten in den führenden Indizes reagiert. Der DAX sei sogar auf den tiefsten Stand seit 1996 gerutscht. Dabei sei auch der wichtige Unterstützungsbereich bei 2.519 Punkten unterschritten worden, womit die Hoffnung auf Bodenbildung im DAX erst einmal zerstört worden sei. Die Befürchtung einer Fortsetzung des Abwärtstrends habe sich damit deutlich verstärkt. Allerdings scheine der Aktienmarkt mit seiner bisherigen Reaktion nach unten hin zu übertreiben und ein "worst case-Szenario" einzupreisen. So liege die DAX-Bewertung für 2003 nur noch bei einem niedrigen KGV von 12.
Diverse Standardwerte, etwa aus dem Automobil- oder Versicherungsbereich, würden sogar im einstelligen Bereich notieren und zum Teil zusätzlich noch mit attraktiven Dividendenrenditen überzeugen. Zwar sei eine allgemeine Trendwende in den Aktienmärkten noch nicht zu erkennen, doch sollte sich der Investor mit einer solchen Möglichkeit schon einmal vertraut machen. Bei einer Lösung des Irakkonflikts dürfte der alles dominierende Unsicherheitsfaktor wegfallen, und eine regelrechte Eindeckungsrallye könnte starten. Längerfristig orientierte Anleger sollten die nächste Zeit zum sukzessiven Stock-picking nutzen.
