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Sa, 18. April 2026, 5:18 Uhr

Aktienmärkte mit Kursgewinnen


04.04.03 16:38
Frankfurter Sparkasse

Mit teilweise deutlichen Kursgewinnen haben sich die Aktienmärkte weltweit nach mehrtägiger Schwäche wieder zurückgemeldet, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Das Vorrücken der US-Armee bis in die Nähe von Bagdad habe dabei der Hoffnung auf einen nur kurzen Konflikt Auftrieb gegeben. Zusätzliche Impulse habe der in die Nähe der 25 Dollar-Marke notierende rückläufige Ölpreis gesetzt. Entsprechend hätten die Investoren mit Short-Eindeckungen und Umschichtungen aus dem Rentenmarkt reagiert. Profitieren können hätten von dieser Aufwärtsbewegung insbesondere die Finanzwerte. Auch wenn sich diese Aufwärtstendenz am Aktienmarkt kurzfristig noch ein wenig fortsetzen könnte, würden gerade mittelfristig noch genügend Unsicherheiten vorhanden bleiben, so dass sich diese Bewegung auch noch als Strohfeuer entpuppen könnte. Risiken bestünden insbesondere hinsichtlich des weiteren Kriegsverlaufs und der Höhe der Kosten des Wiederaufbaus des Irak sowie deren Aufteilung.

Weitere Unklarheiten würden zusätzlich die zuletzt veröffentlichten fundamentalen Daten hinterlassen. Besonders schwach seien hier die Einkaufsmanagerindizes gewesen. So sei der Stimmungsindikator für das verarbeitende Gewerbe der Euro-Zone im März deutlich von 50,1 auf 48,4 gefallen. In den USA sei der entsprechende Index von 50,5 auf 46,2 gesunken, womit eine deutlich nachlassende Geschäftstätigkeit signalisiert werde. Mit Enttäuschung seien die mit 1,5% deutlich stärker als erwartet zurückgegangenen Auftragseingänge in der amerikanischen Industrie im Februar, wie auch die deutliche Zurückhaltung signalisierenden Automobilabsatzzahlen im März, aufgenommen worden.

Zu all diesen Unsicherheiten komme nun noch zusätzlich die Angst vor dem Lungenvirus SARS, dessen mittel- und unmittelbare Bedrohungen weltweit äußerst vielfältig sein könnten, wahrscheinlich zur Zeit aber überschätzt würden. Die Aktienmärkte dürften somit weiterhin starken Kursschwankungen und hohen Volatilitäten ausgesetzt sein. Zwar sei bisher die Chance einer Bodenbildung genutzt worden, doch sei es noch zu früh für eine allgemeine Entwarnung. Mit der Entflechtung im deutschen Versicherungswesen und dem nun offiziell eingeräumten Kapitalbedarf dürfte aber ein Großteil der negativen Meldungen nun auch in den Kursen verdaut sein, was gerade den Indizes DAX und Eurostoxx Unterstützung biete.



 
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