Aktien sind unterbewertet
03.07.06 17:06
Conrad Hinrich Donner Bank
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Attraktivität von Aktien wird durch die Entwicklung der Gewinnrendite des DAX belegt, berichten die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank.
Die Gewinnrendite berechne sich aus den durchschnittlichen Gewinnschätzungen der DAX-Unternehmen, die dem aktuellen Kursniveau gegenübergestellt würden. Obwohl der DAX bis Mai dieses Jahres deutlich an Wert gewonnen habe, sei die Gewinnrendite auf relativ hohem Niveau geblieben. Durch die aktuelle Konsolidierung sei dieser Wert auf über 9% gestiegen und habe damit das Niveau von 2002 erreicht, als der DAX von 8.000 Punkten auf unter 3.000 Punkte gefallen sei.
Die jüngste Korrektur habe zu einer deutlichen Verunsicherung der Marktteilnehmer beigetragen und auch die Volatilität auf die höchsten Kurse seit zwei Jahren ansteigen lassen. Die Volatilität sei ein Maß für das Risiko und errechne sich aus der Schwankung der Renditen um ihren Mittelwert. Der DAX-Volatilitätsindex (VDAX-NEW) gebe die vom Terminmarkt in den kommenden 30 Tagen erwartete Schwankungsbreite des Aktienindexes DAX in Prozentpunkten an.
Je höher der Indexstand sei, desto ausgeprägtere Schwankungen würden die Marktteilnehmer erwarten. Entsprechend könne der Index als Barometer für die Unsicherheit ("Angstbarometer") interpretiert werden. Nachdem die Schwankung im vergangenen Jahr bei Werten um 10% ihren Tiefpunkt erreicht hätten, seien sie zum Jahreswechsel bei rund 13% gehandelt worden. In den letzten Wochen sei sie von 14 - 16% auf über 25% gestiegen und habe damit ein Niveau erreicht, das zuletzt Anfang 2004 vorgelegen habe, als der DAX zwischen 4.150 und 3.750 Punkten gependelt sei.
Im Vergleich zum europäischen Aktienmarkt habe sich der S&P 500 verhalten entwickelt. In der Spitze habe der Index seit Januar lediglich 4% im Plus gelegen und tendiere derzeit in vergleichbarer Größenordnung im Minus. Insbesondere vor dem konjunkturellen Umfeld der USA erscheine die aktuelle fundamentale Bewertung der Aktien attraktiv. Vor diesem Hintergrund sei der Aufbau einer Position in amerikanischen Dividendentiteln besonders interessant.
Das derzeit attraktive Bewertungsniveau sollte für Zukäufe genutzt werden. Aus technischer Sicht sei der DAX derzeit deutlich überverkauft. In Verbindung mit der gestiegenen Volatilität und bei Betrachtung des optionsbasierten Sentimentindikators Put/Call-Ratio würden die Analysten davon ausgehen, dass sich der DAX im Bereich über der 5.000 Punkte Marke stabilisieren werde.
Diese beiden Sentimentindikatoren, die auf einen deutlichen Pessimismus schließen lassen würden, sehe man als Kontraindikatoren an, die die Analysteninschätzung untermauern und auf eine Marktberuhigung schließen lassen würden. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten insbesondere den Einsatz volatilitätsabhängiger Anlagen (z.B. Discount-Zertifikate) empfehlen, um von der anstehenden Gegenbewegung und der hohen Schwankung zu profitieren.
Die osteuropäischen und russischen Aktien hätten insbesondere von der Rohstoff-Hausse profitiert. Im Rahmen dieser deutlichen Kurssteigerungen hätten die Analysten die dort angefallenen Gewinne realisiert und ihr Engagement in dieser Region abgebaut. (3.7.2006/ac/a/m)
Die Gewinnrendite berechne sich aus den durchschnittlichen Gewinnschätzungen der DAX-Unternehmen, die dem aktuellen Kursniveau gegenübergestellt würden. Obwohl der DAX bis Mai dieses Jahres deutlich an Wert gewonnen habe, sei die Gewinnrendite auf relativ hohem Niveau geblieben. Durch die aktuelle Konsolidierung sei dieser Wert auf über 9% gestiegen und habe damit das Niveau von 2002 erreicht, als der DAX von 8.000 Punkten auf unter 3.000 Punkte gefallen sei.
Die jüngste Korrektur habe zu einer deutlichen Verunsicherung der Marktteilnehmer beigetragen und auch die Volatilität auf die höchsten Kurse seit zwei Jahren ansteigen lassen. Die Volatilität sei ein Maß für das Risiko und errechne sich aus der Schwankung der Renditen um ihren Mittelwert. Der DAX-Volatilitätsindex (VDAX-NEW) gebe die vom Terminmarkt in den kommenden 30 Tagen erwartete Schwankungsbreite des Aktienindexes DAX in Prozentpunkten an.
Im Vergleich zum europäischen Aktienmarkt habe sich der S&P 500 verhalten entwickelt. In der Spitze habe der Index seit Januar lediglich 4% im Plus gelegen und tendiere derzeit in vergleichbarer Größenordnung im Minus. Insbesondere vor dem konjunkturellen Umfeld der USA erscheine die aktuelle fundamentale Bewertung der Aktien attraktiv. Vor diesem Hintergrund sei der Aufbau einer Position in amerikanischen Dividendentiteln besonders interessant.
Das derzeit attraktive Bewertungsniveau sollte für Zukäufe genutzt werden. Aus technischer Sicht sei der DAX derzeit deutlich überverkauft. In Verbindung mit der gestiegenen Volatilität und bei Betrachtung des optionsbasierten Sentimentindikators Put/Call-Ratio würden die Analysten davon ausgehen, dass sich der DAX im Bereich über der 5.000 Punkte Marke stabilisieren werde.
Diese beiden Sentimentindikatoren, die auf einen deutlichen Pessimismus schließen lassen würden, sehe man als Kontraindikatoren an, die die Analysteninschätzung untermauern und auf eine Marktberuhigung schließen lassen würden. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten insbesondere den Einsatz volatilitätsabhängiger Anlagen (z.B. Discount-Zertifikate) empfehlen, um von der anstehenden Gegenbewegung und der hohen Schwankung zu profitieren.
Die osteuropäischen und russischen Aktien hätten insbesondere von der Rohstoff-Hausse profitiert. Im Rahmen dieser deutlichen Kurssteigerungen hätten die Analysten die dort angefallenen Gewinne realisiert und ihr Engagement in dieser Region abgebaut. (3.7.2006/ac/a/m)
