Ahlers VZ Aktie des Monats Juli
30.07.09 11:38
GBC AG
Augsburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der GBC AG, Cosmin Filker, hält die Aktie von Ahlers (ISIN DE0005009732 / WKN 500973, VZ) für Aktie des Monats Juli.
Dass die Talsohle - so werde es zumindest empfunden - erreicht sei, könne in Deutschland in erster Linie der ungebrochen hohen Kauflaune zugeschrieben werden. Steigende Einkommenserwartungen, die deflationären Tendenzen aber auch eine immer noch als stabil einzuschätzende Arbeitsmarktlage, seien die wesentlichen Gründe für die derzeitig steigenden Konsumausgaben. Der Motor für eine baldige Konjunkturbelebung laufe, zumindest von der Konsumentenseite aus, auf vollen Touren. Dementsprechend sei der GfK-Konsumklimaindex für August auf 3,5 Punkte geklettert und habe damit gleichzeitig den vierten Anstieg in Folge verzeichnet. In diesen Höhen habe er sich zuletzt im Juni 2008 bewegt.
Vor dem Hintergrund dieser positiven Vorzeichen könne die Ahlers AG, eines der größten börsennotierten europäischen Männermodehersteller in Europa, im ersten Halbjahr 2008/2009 eine stabile Entwicklung aufweisen. Insgesamt habe das Unternehmen in etwa das Umsatzniveau des Vorjahres halten und mit Umsatzerlösen in Höhe von 122,99 Mio. EUR vergleichsweise geringe Umsatzeinbußen von 5,1% (1.HJ 07/08: 129,61 Mio. EUR) ausweisen können. Diese Entwicklung bilde dabei in erster Linie den starken deutschen Markt ab, der mit einem Minus von gerade einmal 1,6% besonders positiv aufgefallen sei. Die übrigen Regionen, speziell der Bereich Mittel- und Osteuropa, hätten höhere Rückgänge verzeichnet. Besonders die negativen Währungseffekte zum Polnischen Zloty hätten den Erfolg der Gesellschaft verringert.
Um der konjunkturellen Abkühlung entgegenzuwirken, sei schon im Juli 2008 vom Unternehmen ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt worden, das laut Angaben der Gesellschaft aber erst ab Mitte des laufenden Jahres 2009 voll greifen sollte. Dementsprechend könne das erste Halbjahr 2008/2009 noch keine volle Wirksamkeit dieser Maßnahmen aufzeigen. Im Gegenteil, das Cost Saving-Programm habe zu Sondereffekten geführt, die einen überproportionalen Rückgang des operativen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zur Folge gehabt habe. Ein EBITDA in Höhe 3,56 Mio. EUR entspreche im Vorjahresvergleich einer Reduzierung um 38,4% (1.HJ 07/08: 5,78 Mio. EUR). Unterm Strich habe die Ahlers AG ein Konzernergebnis in Höhe von 0,24 Mio. EUR und damit ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 0,02 EUR erzielt.
Die Liquiditätsreserven des Modekonzerns seien zudem im zweiten Quartal 2008/2009 aufgelöst und aus Kostengründen zur Rückführung von Bankverbindlichkeiten verwendet worden. Damit seien die kurzfristigen Bankschulden im Berichtszeitraum von 47,57 Mio. EUR auf 27,70 Mio. EUR reduziert worden. Insgesamt sei die bilanzielle Situation der Ahlers AG als solide einzustufen. Bezeichnend hierfür stehe eine im Branchenvergleich überdurchschnittlich hohe Eigenkapitalquote von 55,9%. Zudem belaufe sich der Buchwert je Aktie bei 7,12 EUR.
Lege man aber die aktuellen Kursniveaus der Stammaktien zugrunde, so erkenne man bei 7,05 EUR eine deutliche Unterbewertung des Unternehmens. Denn eine Bewertung nur zum Buchwert sei aus Sicht der Analysen langfristig für ein Modeunternehmen zu günstig. Diese Unterbewertung habe der Großaktionär und Mehrheitseigner der Gesellschaft, die WTW-Beteiligungsgesellschaft mbH, im Juli weiterhin zum Zukauf genutzt und setze damit die Käufe aus dem Mai und Juni nahtlos fort.
Der Einstieg sei dabei bei Kursniveaus zwischen 7,13 EUR und 7,25 EUR erfolgt. Eine Beteiligungsaufstockung über die Marke von 75,0% erscheine aus Sicht der Analysen mittelfristig gar realistisch. Dies werde besonders in den regen Insidertransaktionen des laufenden und vergangenen Monats ersichtlich.
Demzufolge, aber auch aufgrund der Erwartung einer positiven Kursperformance, haben die Analysten der GBC AG die Ahlers-Aktie als Aktie des Monats auserkoren. (Analyse vom 30.07.2009) (30.07.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Dass die Talsohle - so werde es zumindest empfunden - erreicht sei, könne in Deutschland in erster Linie der ungebrochen hohen Kauflaune zugeschrieben werden. Steigende Einkommenserwartungen, die deflationären Tendenzen aber auch eine immer noch als stabil einzuschätzende Arbeitsmarktlage, seien die wesentlichen Gründe für die derzeitig steigenden Konsumausgaben. Der Motor für eine baldige Konjunkturbelebung laufe, zumindest von der Konsumentenseite aus, auf vollen Touren. Dementsprechend sei der GfK-Konsumklimaindex für August auf 3,5 Punkte geklettert und habe damit gleichzeitig den vierten Anstieg in Folge verzeichnet. In diesen Höhen habe er sich zuletzt im Juni 2008 bewegt.
Vor dem Hintergrund dieser positiven Vorzeichen könne die Ahlers AG, eines der größten börsennotierten europäischen Männermodehersteller in Europa, im ersten Halbjahr 2008/2009 eine stabile Entwicklung aufweisen. Insgesamt habe das Unternehmen in etwa das Umsatzniveau des Vorjahres halten und mit Umsatzerlösen in Höhe von 122,99 Mio. EUR vergleichsweise geringe Umsatzeinbußen von 5,1% (1.HJ 07/08: 129,61 Mio. EUR) ausweisen können. Diese Entwicklung bilde dabei in erster Linie den starken deutschen Markt ab, der mit einem Minus von gerade einmal 1,6% besonders positiv aufgefallen sei. Die übrigen Regionen, speziell der Bereich Mittel- und Osteuropa, hätten höhere Rückgänge verzeichnet. Besonders die negativen Währungseffekte zum Polnischen Zloty hätten den Erfolg der Gesellschaft verringert.
Um der konjunkturellen Abkühlung entgegenzuwirken, sei schon im Juli 2008 vom Unternehmen ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt worden, das laut Angaben der Gesellschaft aber erst ab Mitte des laufenden Jahres 2009 voll greifen sollte. Dementsprechend könne das erste Halbjahr 2008/2009 noch keine volle Wirksamkeit dieser Maßnahmen aufzeigen. Im Gegenteil, das Cost Saving-Programm habe zu Sondereffekten geführt, die einen überproportionalen Rückgang des operativen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zur Folge gehabt habe. Ein EBITDA in Höhe 3,56 Mio. EUR entspreche im Vorjahresvergleich einer Reduzierung um 38,4% (1.HJ 07/08: 5,78 Mio. EUR). Unterm Strich habe die Ahlers AG ein Konzernergebnis in Höhe von 0,24 Mio. EUR und damit ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 0,02 EUR erzielt.
Lege man aber die aktuellen Kursniveaus der Stammaktien zugrunde, so erkenne man bei 7,05 EUR eine deutliche Unterbewertung des Unternehmens. Denn eine Bewertung nur zum Buchwert sei aus Sicht der Analysen langfristig für ein Modeunternehmen zu günstig. Diese Unterbewertung habe der Großaktionär und Mehrheitseigner der Gesellschaft, die WTW-Beteiligungsgesellschaft mbH, im Juli weiterhin zum Zukauf genutzt und setze damit die Käufe aus dem Mai und Juni nahtlos fort.
Der Einstieg sei dabei bei Kursniveaus zwischen 7,13 EUR und 7,25 EUR erfolgt. Eine Beteiligungsaufstockung über die Marke von 75,0% erscheine aus Sicht der Analysen mittelfristig gar realistisch. Dies werde besonders in den regen Insidertransaktionen des laufenden und vergangenen Monats ersichtlich.
Demzufolge, aber auch aufgrund der Erwartung einer positiven Kursperformance, haben die Analysten der GBC AG die Ahlers-Aktie als Aktie des Monats auserkoren. (Analyse vom 30.07.2009) (30.07.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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