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Sa, 18. April 2026, 14:51 Uhr

Ariston Real Estate

WKN: A2AAAA / ISIN: DE000A2AAAA4

ARISTON Real Estate kaufen


31.03.10 09:47
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die ARISTON Real Estate-Aktie (ISIN DE000A0F5XM5 / WKN A0F5XM) zum Kauf.

Der Münchener Immobilienbestandshalter mit Fokus auf Gewerbeobjekte habe die Finanz- und Wirtschaftskrise hinter sich gebracht. "Wir haben das Tal der Tränen durchschritten. 2008 haben wir einen Verlust verzeichnet und 2009 bereits wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt". Das sage den Experten Vorstandschef und Großaktionär Dieter Lorenz im Hintergrundgespräch. Die Firma habe in 2009 einen Umsatz von 10,8 Millionen Euro und ein EBIT von 5,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Netto habe der Gewinn bei 0,1 Millionen Euro gelegen. Das EBT vor Abschreibungen, FFO, habe rund drei Millionen Euro oder 31 Cent je Aktie betragen.

Das bilanzielle Eigenkapital liege bei 26,5 Millionen Euro. Den NAV pro Aktie weise die Gesellschaft mit 3,52 Euro aus. Per Jahresende sei das Unternehmen mit 91 Millionen Euro langfristig bei Banken verschuldet. Das Immobilienvermögen liege nach Sonderabschreibungen im Jahr 2009 bei 125 Millionen Euro. "Das ist eine gesunde Relation und wir haben keine Sorge, dass auslaufende Kredite wieder verlängert werden", sage Stefan Fleissner, Finanzchef der Gesellschaft, der ebenfalls an dem Gespräch teilgenommen habe. Für das Jahr 2010 und 2011 habe die Firma ohnehin nur einen überschaubaren Bedarf an Refinanzierungen.

Noch keine Entscheidung habe ARISTON Real Estate bezüglich einer Dividende für das Jahr 2009 getroffen. Sie wäre sogar steuerfrei. "Ich halte 65 Prozent an der Gesellschaft. Ich brauche die Dividende nicht und würde das Geld lieber in der Firma lassen. Aber wir haben freie Aktionäre, an die wir denken. In den nächsten Wochen werden wir eine Entscheidung treffen", sage Lorenz. Nach Erachten der Experten könnte ARISTON Real Estate eine Dividende von zehn Cent je Aktie ausschütten. Aktuell würde dies einer Rendite von 5,5 Prozent entsprechen und wäre ein sehr positives Signal. Das koste lediglich 0,9 Millionen Euro und könne gut verkraftet werden. Lorenz könnte die Dividende über ein "Schütt-aus-hol-zurück" Verfahren wieder in die Firma einzahlen. Für seinen Anteil der Dividendensumme, würde er über neue Aktien das Geld wieder in die Gesellschaft geben. Dann koste die Ausschüttung lediglich gut 300.000 Euro. Für den Freefloat eine smarte Aktion.

Für das Jahr 2010 zeige sich Lorenz zuversichtlich wieder "ordentlich" Geld zu verdienen. "Sofern wirtschaftlich keine Störfeuer auftreten, erwarten wir ein sehr gutes Jahr", sage Lorenz. Laut Fleissner seien bei diesem Szenario keine weiteren Sonderabschreibungen nötig. "Wir haben aufgeräumt". In diesem Jahr werde ARISTON Real Estate Netto-Mieterträge von 8,4 Millionen vereinnahmen. "Das Potenzial liegt bei 10,2 Millionen Euro", sage Fleissner. Größter Hebel für dieses Jahr sei die Vermietung eines Objekts in Bremen. Bis vor kurzem habe Leerstand in der Logistikimmobilie geherrscht. Inzwischen sei eine Teilvermietung erreicht worden.

"Wir arbeiten daran, den Leerstand weiter zu reduzieren". Sollte auch nur die Hälfte des 70.000 Quadratmeter großen Areals vermietet werden, schieße der Gewinn erheblich nach oben. Eine Kündigung für ein Bürogebäude in Bonn habe das Unternehmen per Ende diesen Jahres erhalten. Mieter sei der Staat, der umziehe. Stattdessen verhandle ARISTON Real Estate über eine Neuvermietung des Bürogebäudes, alternativ werde eine Umwidmung in ein Studenten- und Apartmenthaus geplant, was nicht viel Aufwand verursache. "Studentenwohnheime haben eine Sonderkonjunktur", sage Lorenz. Wie den Experten Fleissner mitteile, sei auf das Objekt schon jetzt Vorsorge getroffen worden. "Auch auf dieses Objekt haben wir Abschreibungen vorgenommen und erwarten keine weiteren Belastungen". Die restlichen sieben Gewerbeimmobilien im Bestand würden indes wie geplant laufen.

Insgesamt betrachte Lorenz den Markt für Gewerbeimmobilien als stabil. "Signifikante Preisabschläge für Objekte bekommen Sie nicht. Problemobjekte schon. Aber die wollen wir gar nicht haben. Wir schauen uns um nach neuen soliden Objekten", sage der CEO. Die Bilanz lasse Luft für ein bis zwei weitere Transaktionen. Optional sei die Ausgabe einer Wandelanleihe, um weiteres Wachstum zu finanzieren. Eine Kapitalerhöhung sei bei diesen Kursen gar kein Thema.

Die Aktie von ARISTON Real Estate sei im Zuge des Crashs an den Börsen völlig verprügelt worden. Erholt habe sich das Papier bislang kaum.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten zum Kauf der Anteilsscheine von ARISTON Real Estate. Die Aktie habe beträchtliches Nachholpotenzial aufgrund der niedrigen Bewertung, selbst wenn für 2009 keine Dividende bezahlt werde. Zudem wolle der Vorstand die Presse- und IR-Aktivitäten wieder aktivieren, was sich positiv im Kurs bemerkbar machen sollte. (Analyse vom 31.03.2010)
(31.03.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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