ABN Amro Outperformer
04.07.03 17:03
Frankfurter Sparkasse
Die Analysten der Frankfurter Sparkasse nehmen für die Aktie von ABN Amro ein Upgrade von "Marketperformer" auf "Outperformer" vor.
Die 1990 aus der Fusion zwischen der ABN sowie der AMRO Bank entstandene niederländische ABN Amro Holding zähle zu den führenden europäischen Banken. Die Geschäftssparten würden sich in Consumer & Commercial Clients, Wholesale Clients (Großkunden und Investmentbanking) sowie Private Clients & Asset Management gliedern. Die regionalen Schwerpunkte würden neben den Niederlanden in den USA sowie in Brasilien liegen. Das Institut habe zum 1. Quartal dank eines sehr starken Ergebnisses im US-Hypothekengeschäft einen Nettogewinn in Höhe von 690 Millionen Euro (1. Quartal 2002: 602 Millionen Euro) präsentiert und habe damit acht Prozent über den Konsenserwartungen gelegen. Der operative Gewinn vor Steuern habe bei 1,08 Milliarden Euro gelegen. Gleichzeitig hätten die Kosten um neun Prozent von 3,4 auf 3,1 Milliarden Euro verringert werden können.
Schwach sei hingegen die Entwicklung im Segment Wholesale-Banking, die Cost/Income-Ratio habe hier noch bei hohen 87 Prozent gelegen. Auch das Geschäft am heimischen holländischen Markt habe sich aufgrund des Umsatzrückganges, höherer Kosten sowie Rückstellungsbelastungen verhalten entwickelt. Die Einnahmen bei den Wertpapiergebühren sowie beim Asset Management seien gegenüber dem Vorquartal um 32 bzw. 24 Prozent rückläufig gewesen. Der brasilianische Markt habe hingegen beim Vorsteuergewinn um 10 Prozent zulegen können, erhöhte Rückstellungen gegenüber dem Vorquartal sowie eine höhere Steuerquote hätten jedoch auf den Nettogewinn gedrückt.
Positiv habe sich die Risikovorsorge entwickelt, mit insgesamt 343 Millionen Euro (Vorjahr 390 Millionen Euro) habe sie unterhalb der Konsenserwartung von 375 Millionen Euro gelegen. Die Rückstelllungen im US-Markt seien im Vergleich zum Vorquartal um 37 Prozent rückläufig gewesen, hätten jedoch sowohl im heimischen als auch im brasilianischen Markt leicht zugenommen. Die Tier 1-Kapitalquote (Grundkapital plus offene Reserven) sei gering rückläufig auf 7,4 Prozent gewesen. Mit der Akquisition der Banco Sudameris werde das Engagement in Brasilien ausgebaut. Das Management strebe eine unveränderte Kostenentwicklung zum Vorjahr an. Diese dürfte als realistisch anzusehen sein, da die Reduzierung des Personals bereits als weitgehend abgeschlossen gelte.
Die Ergebnisentwicklung sei im 1. Quartal zweifellos stark vom boomenden Hypothekengeschäft in den USA geprägt gewesen. Das US-Ergebnis habe die Konsenserwartungen um 50 Prozent übertroffen und habe einen 60prozentigen Beitrag zum Gesamtgewinn geleistet. Aufgrund der Zinssenkungsrunde der FED könne von einem zumindest anhaltenden Hypothekengeschäft in den USA ausgegangen werden, eine Abschwächung des hohen Niveaus gegen Jahresende sollte bereits im Kurs eingepreist sein. Eine Verringerung der hohen Rückstellungen sowie Restrukturierungen, vornehmlich am heimischen Markt, sollten sich unterstützend auswirken.
Die Akquisition der Banco Sudameris zeige auf, dass der Unternehmensfokus mehr auf Wachstum als auf Restrukturierung liege. Die Bank dürfte auf dem dortigen Markt von einem sich weiterhin verbessernden Makroumfeld profitieren. Als Risiken seien Umsatzschwächen im heimischen Retailgeschäft, die aufgrund der hohen Cost/Income-Ratio auf den Gewinn drücken könnten, sowie ein möglicher Rückgang der Profitabilität im US- und brasilianischen Geschäft aufgrund sinkender Margen anzuführen. Insgesamt würden sich die Aussichten vor dem Hintergrund sich erholender Kapitalmärkte positiv darstellen. Zudem bestehe in Bezug auf das Kurs/Gewinnverhältnis für 2003 (10,2) im Vergleich zum europäischen Bankensektor (14,2) eine attraktive Bewertung.
Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen daher die Aktie von "Marketperformer" auf "Outperformer" herauf und setzen das Stop-Loss bei 14,70 Euro.
Die 1990 aus der Fusion zwischen der ABN sowie der AMRO Bank entstandene niederländische ABN Amro Holding zähle zu den führenden europäischen Banken. Die Geschäftssparten würden sich in Consumer & Commercial Clients, Wholesale Clients (Großkunden und Investmentbanking) sowie Private Clients & Asset Management gliedern. Die regionalen Schwerpunkte würden neben den Niederlanden in den USA sowie in Brasilien liegen. Das Institut habe zum 1. Quartal dank eines sehr starken Ergebnisses im US-Hypothekengeschäft einen Nettogewinn in Höhe von 690 Millionen Euro (1. Quartal 2002: 602 Millionen Euro) präsentiert und habe damit acht Prozent über den Konsenserwartungen gelegen. Der operative Gewinn vor Steuern habe bei 1,08 Milliarden Euro gelegen. Gleichzeitig hätten die Kosten um neun Prozent von 3,4 auf 3,1 Milliarden Euro verringert werden können.
Schwach sei hingegen die Entwicklung im Segment Wholesale-Banking, die Cost/Income-Ratio habe hier noch bei hohen 87 Prozent gelegen. Auch das Geschäft am heimischen holländischen Markt habe sich aufgrund des Umsatzrückganges, höherer Kosten sowie Rückstellungsbelastungen verhalten entwickelt. Die Einnahmen bei den Wertpapiergebühren sowie beim Asset Management seien gegenüber dem Vorquartal um 32 bzw. 24 Prozent rückläufig gewesen. Der brasilianische Markt habe hingegen beim Vorsteuergewinn um 10 Prozent zulegen können, erhöhte Rückstellungen gegenüber dem Vorquartal sowie eine höhere Steuerquote hätten jedoch auf den Nettogewinn gedrückt.
Die Ergebnisentwicklung sei im 1. Quartal zweifellos stark vom boomenden Hypothekengeschäft in den USA geprägt gewesen. Das US-Ergebnis habe die Konsenserwartungen um 50 Prozent übertroffen und habe einen 60prozentigen Beitrag zum Gesamtgewinn geleistet. Aufgrund der Zinssenkungsrunde der FED könne von einem zumindest anhaltenden Hypothekengeschäft in den USA ausgegangen werden, eine Abschwächung des hohen Niveaus gegen Jahresende sollte bereits im Kurs eingepreist sein. Eine Verringerung der hohen Rückstellungen sowie Restrukturierungen, vornehmlich am heimischen Markt, sollten sich unterstützend auswirken.
Die Akquisition der Banco Sudameris zeige auf, dass der Unternehmensfokus mehr auf Wachstum als auf Restrukturierung liege. Die Bank dürfte auf dem dortigen Markt von einem sich weiterhin verbessernden Makroumfeld profitieren. Als Risiken seien Umsatzschwächen im heimischen Retailgeschäft, die aufgrund der hohen Cost/Income-Ratio auf den Gewinn drücken könnten, sowie ein möglicher Rückgang der Profitabilität im US- und brasilianischen Geschäft aufgrund sinkender Margen anzuführen. Insgesamt würden sich die Aussichten vor dem Hintergrund sich erholender Kapitalmärkte positiv darstellen. Zudem bestehe in Bezug auf das Kurs/Gewinnverhältnis für 2003 (10,2) im Vergleich zum europäischen Bankensektor (14,2) eine attraktive Bewertung.
Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen daher die Aktie von "Marketperformer" auf "Outperformer" herauf und setzen das Stop-Loss bei 14,70 Euro.
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