2002 schlechtes Börsenjahr
19.12.02 16:53
Sparkasse Bremen
Das Jahresende ist auch an der Börse die Zeit für einen kritischen Rückblick auf die Geschehnisse des vergangenen Jahres, so die Analysten der Sparkasse Bremen.
2002 werde als "verlorenes Jahr" in die Börsengeschichte eingehen. Der DAX werde das dritte Jahr in Folge mit einem negativen Vorzeichen abschließen. Mit einem Investment in die favorisierten Mid Caps hätten die Verluste zwar in Grenzen gehalten werden können, dennoch hätten die Anleger auch hier im Gesamtmarkt ein Minus hinnehmen müssen. Als richtig habe sich die Einschätzung erwiesen, auf Mid Caps und ausgewählte defensive Werte (z.B. Unilever) zu setzen. Von den Empfehlungen hätten sich die Werte Vossloh (+18,5% auf 1 Jahr), Südzucker (-2% auf 1 Jahr) und Unilever (-1,5% auf 1 Jahr) noch vergleichsweise gut geschlagen.
Auch 2002 seien die Anleger, die auf alte Börsenweisheiten vertraut hätten, wieder mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert worden. Der im Vorfeld der Bundestagswahl von vielen Anlegern geäußerte Spruch "Politische Börsen haben kurze Beine" habe nach dem misslungenem Start der rot-grünen Bundesregierung schnell beiseite gelegt werden können. Das Argument der schlechten Weltkonjunktur gehe an den strukturellen Problemen Deutschlands vorbei. Diese würden vor allem in die Anlageempfehlungen ausländischer Research-Häuser eingearbeitet.
Im Vergleich zur Schweiz oder Großbritannien ergebe somit sich eine um 21 Prozentpunkte schlechtere Performance für den deutschen Leitindex DAX. Hier lägen auch die Chancen für das kommende Jahr. Viele Unternehmen in Deutschland seien mit ihren Umstrukturierungen weiter als manche Beobachter es meinen würden. Insofern könnte der DAX bei einer Normalisierung der Lage in Deutschland (z.B. strukturelle Reformen) in der Wertentwicklung zu den anderen Länder aufschließen.
Wichtig für weitere Investments seien auch die Weichenstellungen in der steuerlichen Behandlung von Wertpapieranlagen. Hier dürfte jedoch eine endgültige Entscheidung erst nach den Wahlen in Hessen und Niedersachsen am 2. Februar fallen. Die Chancen für steigende Kurse bis zum Jahresende stünden weiterhin gut. Der langfristige Anleger sollte jedoch abwarten, bis die Steuergesetzgebung verabschiedet sei, um mit seinen Anlageentscheidungen auch nach Steuern eine gute Rendite zu erwirtschaften. Vom technischen Standpunkt sei der Weg bis auf ein Niveau von 3.800 bis 4.000 DAX-Punkten zunächst frei. Dann werde es spannend.
2002 werde als "verlorenes Jahr" in die Börsengeschichte eingehen. Der DAX werde das dritte Jahr in Folge mit einem negativen Vorzeichen abschließen. Mit einem Investment in die favorisierten Mid Caps hätten die Verluste zwar in Grenzen gehalten werden können, dennoch hätten die Anleger auch hier im Gesamtmarkt ein Minus hinnehmen müssen. Als richtig habe sich die Einschätzung erwiesen, auf Mid Caps und ausgewählte defensive Werte (z.B. Unilever) zu setzen. Von den Empfehlungen hätten sich die Werte Vossloh (+18,5% auf 1 Jahr), Südzucker (-2% auf 1 Jahr) und Unilever (-1,5% auf 1 Jahr) noch vergleichsweise gut geschlagen.
Im Vergleich zur Schweiz oder Großbritannien ergebe somit sich eine um 21 Prozentpunkte schlechtere Performance für den deutschen Leitindex DAX. Hier lägen auch die Chancen für das kommende Jahr. Viele Unternehmen in Deutschland seien mit ihren Umstrukturierungen weiter als manche Beobachter es meinen würden. Insofern könnte der DAX bei einer Normalisierung der Lage in Deutschland (z.B. strukturelle Reformen) in der Wertentwicklung zu den anderen Länder aufschließen.
Wichtig für weitere Investments seien auch die Weichenstellungen in der steuerlichen Behandlung von Wertpapieranlagen. Hier dürfte jedoch eine endgültige Entscheidung erst nach den Wahlen in Hessen und Niedersachsen am 2. Februar fallen. Die Chancen für steigende Kurse bis zum Jahresende stünden weiterhin gut. Der langfristige Anleger sollte jedoch abwarten, bis die Steuergesetzgebung verabschiedet sei, um mit seinen Anlageentscheidungen auch nach Steuern eine gute Rendite zu erwirtschaften. Vom technischen Standpunkt sei der Weg bis auf ein Niveau von 3.800 bis 4.000 DAX-Punkten zunächst frei. Dann werde es spannend.
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